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Rekordpleiten in Westeuropa: Österreich verzeichnet vierten Anstieg in Folge

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Rekordpleiten in Westeuropa: Österreich verzeichnet vierten Anstieg in Folge
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Eine Erhebung von Creditreform zeigt Rekordwerte bei Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa. Österreich verzeichnet einen kontinuierlichen Anstieg, während in einigen mittel- und osteuropäischen Ländern die Zahlen sinken.

Creditreform hat Rekordwerte bei Unternehmenspleiten in Westeuropa gemeldet. Die Zahlen in Österreich steigen zum vierten Mal in Folge. Im vergangenen Jahr verzeichnete Westeuropa die höchste Anzahl an Unternehmensinsolvenzen seit über 20 Jahren, was auf den schwachen Welthandel und geopolitische Spannungen zurückzuführen ist.

In den EU-14-Staaten sowie Norwegen, der Schweiz und Großbritannien stieg die Zahl der Firmenpleiten um 4,8 Prozent auf 197.610 Fälle. Österreich verzeichnete den vierten Anstieg in Folge und erreichte damit den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2002. Laut Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, befinden wir uns in einer neuen Realität mit verschärften Wettbewerbsbedingungen und internationalen Konflikten. Höhere Energiepreise und geringere Exportquoten erschweren es Unternehmen in Westeuropa.

Diese kumulierten Krisen der vergangenen Jahre führen zu einer strukturellen Krise. Der stärkste Anstieg der Unternehmensinsolvenzen wurde in der Schweiz (plus 35,3 Prozent) verzeichnet, gefolgt von Griechenland (+24,4 Prozent), Finnland (+12,1 Prozent) und Deutschland (+8,8 Prozent). Die Gesetzesänderung in der Schweiz ab 2025, die staatlichen Unternehmen einen schnelleren Konkurs ermöglicht, beeinflusste die Zahlen. Österreich lag mit einem Anstieg von 4,3 Prozent im europäischen Mittelfeld.

Einige Länder wie die Niederlande, Irland und Norwegen verzeichneten sogar einen Rückgang der Insolvenzen. In Österreich stiegen die Firmenpleiten auf 6.982 (2024: 6.693), blieben aber unter dem Wert von 2009, dem Beginn der Finanzkrise, als es über 7.000 Insolvenzen gab. Der Dienstleistungssektor trug mit 52,7 Prozent den größten Anteil zum Insolvenzgeschehen bei und verzeichnete einen Anstieg von 10,6 Prozent. Im Baugewerbe wurden hingegen Rückgänge verzeichnet.

Im ersten Quartal 2026 gingen die Unternehmensinsolvenzen in Österreich leicht um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Dieser Trend zeigt sich auch bei Privatinsolvenzen, die um ein Prozent sanken. Die eröffneten Insolvenzverfahren bei Unternehmen gingen im ersten Quartal 2026 um 7,2 Prozent und im April um knapp elf Prozent zurück. Daher erwartet Gerhard Weinhofer, Geschäftsführer von Creditreform, für das Gesamtjahr 2026 wahrscheinlich rückläufige Insolvenzzahlen im Firmenbereich und eine Zahl unter 6.800 Firmenpleiten.

In Westeuropa stiegen die Insolvenzen im Dienstleistungssektor um 8,7 Prozent und im Handel (einschließlich Gastgewerbe) um 3 Prozent. Das verarbeitende Gewerbe verzeichnete einen Anstieg um 3,6 Prozent, jedoch weniger stark als im Vorjahr. Im Baugewerbe blieben die Fallzahlen nahezu unverändert. In Mittel- und Osteuropa wurden in acht von zwölf untersuchten Ländern weniger Insolvenzverfahren registriert, insgesamt ein Rückgang um 7,1 Prozent. Der Handel und die Dienstleistungen waren die am häufigsten betroffenen Branchen

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