Österreich glühte in den diesjährigen Sommermonaten. Bis zu 41,3 Grad ließen nicht nur landesweit die absoluten Hitze-Allzeitrekorde purzeln. Für ...
Österreich glühte in den diesjährigen Sommermonaten. Bis zu 41,3 Grad ließen nicht nur landesweit die absoluten Hitze-Allzeitrekorde purzeln. Für viele Menschen waren die hohen Temperaturen zu viel.
Es war ein Sommer, der in die Geschichtsbücher einging. Schon im Juni wurde an rund der Hälfte der 277 Wetterstationen im Land die 35-Grad-Marke erreicht oder überschritten, im Juli knackte Wieselburg mit 40,3 Grad den seit 1983 bestehenden Rekord. Im August folgten beispiellose Werte, die am 5. August mit 41,3 Grad in Bad Deutsch-Altenburg in einem absoluten Allzeitrekord gipfelten.
Mehrere teils Wochen andauernde Hitzewellen brachten Mensch und Natur an den Rand des Erträglichen – und darüber hinaus. Laut Schätzungen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit starben im diesjährigen Rekord-Sommer zumindest 995 Menschen an den Folgen der Hitze. So viele wie noch nie – und das, obwohl der September noch gar nicht einberechnet wurde. Die Schätzungen der AGES geben inklusive September eine dramatische Zahl von bis zu 1276 Toten an.
Der traurige bisherige Rekord von 989 Toten im Jahr 2024 wurde also heuer schon im August übertroffen, 2025 bezahlten 449 Menschen, aufgrund weniger intensiver Hitzewellen, die hohen Temperaturen mit ihrem Leben. Es handelt sich dabei freilich um keine Zählung, sondern um eine Schätzung mit 95-prozentiger Sicherheit. Nicht nur der Mensch leidet unter Hitzewellen und ausbleibenden Niederschlägen.
Forscher von elf Institutionen, etwa der Universitäten Graz, Salzburg und Innsbruck sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der GeoSphere Austria, vermaßen und kartierten für das neue Gletscherinventar alle Eisflächen Österreichs. Das Ergebnis schockiert: Von 415 Quadratkilometern, die Mitte der 2000er-Jahre von Eis bedeckt waren, sind nur noch 285 übrig. Mit 31 Prozent verschwand damit seither fast ein Drittel, 95 Gletscher gibt es gar nicht mehr.
Nur noch neun der 799 erfassten Gletscher sind übrigens größer als fünf Quadratkilometer. Vor allem in niedrigen Gebirgsgruppen mit kleinen Gletschern, etwa dem Vorarlberger Rätikon oder dem Salzburger Hochkönig sind die Folgen katastrophal – sie verloren bereits mehr als 80 Prozent ihrer Gletscherfläche. Die Flächenverluste in den letzten Jahren waren extrem. Wir schauen den Gletschern aktuell beim Verschwinden zu.
Die Forscher gehen übrigens davon aus, dass sich der Gletscherverlust weiter beschleunigen wird. Die eine oder andere Gebirgsgruppe dürfte demnach in den nächsten Jahren vollständig eisfrei werden. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.
KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder derwidersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch
AGES Bad Deutsch-Altenburg Geosphere Austria Österreichischen Akademie Der Wissenschaften Wieselburg
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Bitter! Tagger muss sich Ruse geschlagen gebenNach der ersten Runde beim WTA-1000-Turnier in Peking ist für Lilli Tagger schon Endstation. Die Österreicherin musste sich Elena-Gabriela Ruse aus ...
Weiterlesen »
Nach dem trockenen Sommer: September mit Hitzerekorden und ersten FrosttagenDer September 2026 brachte nach einem extrem trockenen Sommer teils heftige Regenfälle, konnte die Dürre jedoch nicht vollständig beenden. Trotz eines Niederschlagsdefizits von 26% gab es einige Tage mit über 30 Grad, wobei viele Wetterstationen neue Jahresrekorde an Hitzetagen aufstellten. Gleichzeitig wurden an manchen Orten bereits Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gemessen, was den Beginn der kalten Jahreszeit markiert.
Weiterlesen »
VW-Softwaretochter Cariad streicht 1000 StellenDie Krise der deutschen Automobilindustrie weitet sich zunehmend aus: Nun sollen bei der VW-Softwaretochter Cariad etwa 1000 Beschäftigte gekündigt ...
Weiterlesen »
Hitzetote, Sport und internationale NewsVerschiedene Nachrichten: Hitzetote in Österreich, Fußball-EM, Flugzeug-Zwischenfall, Putin-Erklärung, Proteste und Eurojust-Reform.
Weiterlesen »
