Das neue Klimagesetz ist in Begutachtung. Die Regierung hält am Ziel der Klimaneutralität bis 2040 fest. Der erste Klimafahrplan soll bis Ende 2027 vorliegen.
Österreich s neues Klimagesetz geht in Begutachtung. Die Bundesregierung hält am Ziel der Klimaneutralität bis 2040 fest. Der erste Klimafahrplan mit Sektorzielen soll bis Ende 2027 vorliegen.
Nach der Einigung der Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS auf ein Klimagesetz Ende August geht dieses nun in Begutachtung. Das Klimagesetz mit dem Ziel Klimaneutralität 2040 bestehe aus drei Säulen, der Reduzierung von Emissionen, der Klimawandelanpassung und der Kreislaufwirtschaft, sagte Umweltminister Norbert Totschnig bei einer Pressekonferenz am Freitag.
„Der erste Klimafahrplan soll bis Ende 2027 erarbeitet werden“, sagte er unter Hinweis auf die Standortklausel. Rekordhitze und extreme Trockenheit: So soll Vorarlberg künftig hitzefester werden Inhaltlich gab es bei der Präsentation keine Überraschungen. Totschnig erinnerte an den Pariser Klimavertrag vor elf Jahren und an das Ziel der EU, bis 2050 klimaneutral zu sein, und das 2040-Ziel der EU. Österreich habe bereits sehr viel erreicht, und alle Sektoren hätten dazu beigetragen.
Das Tortendiagramm zeigt, wie stark Beschäftigte im Sommer 2026 am Arbeitsplatz von Hitze betroffen sind. 41 % sind fast täglich betroffen, 26 % oft und 18 % manchmal. Nur 4 % sind nie betroffen. Quelle: ÖGB.
„Bei den erneuerbaren Energien sind wir Vorreiter“, so Totschnig und hob unter anderem den Green-Tech-Bereich hervor. Man wolle die erneuerbaren Energien weiter ausbauen, sagte der Umweltminister. Man hole auch die Wissenschaft an den Tisch.
„Wer im Klimaschutz weiterkommen will, muss Lösungen finden“, so Totschnig. Weniger Emissionen, mehr Innovationen und ein starkes Österreich seien der Anspruch. Die Infografik zeigt für den Extremsommer 2026 die Abweichungen der Temperatur und des Niederschlags in Österreich im Vergleich zum Zeitraum 1991 bis 2020. Die Temperatur lag im Schnitt um 2,6 Grad Celsius höher, mit der stärksten Erhöhung von 3,1 Grad in Vorarlberg.
Der Niederschlag war insgesamt um 34 Prozent geringer, wobei der größte Rückgang mit minus 54 Prozent im Burgenland verzeichnet wurde. Quelle: Geosphere Austria. Die Abgeordnete zum Nationalrat und SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr führte an, dass nur Finnland noch ambitionierter als Österreich sei. Der Klimafahrplan mit Sektorzielen sei auf das Jahr 2040 angelegt.
Sie sei überzeugt, dass bei der Vorlage des Fahrplans hier bereits Maßnahmen enthalten seien, die bereits in Umsetzung sind. Das Gesetz lege auch fest, was passiere, wenn die Klimaziele verfehlt werden. Bei Zielverfehlung werde bereits nach sechs Monaten gegengesteuert. Die Karte zeigt die Waldbrände in Europa mit Schwerpunkten Mitte August.
Viele aktuelle Evakuierungen sind in Südeuropa. Todesfälle werden in Aragonien in Spanien und auf der griechischen Insel Salamis gemeldet. Quelle: EFFIS. Das Balkendiagramm zeigt die Anzahl der Waldbrände in Österreich mit einer Größe über 1 Hektar pro Jahr seit 2006.
Die höchsten Werte wurden 2015 und 2026 mit j24 bzw, 25 Bränden verzeichnet. Die Zahlen schwanken stark, mit einzelnen Jahren unter 10 Bränden und mehreren Spitzen über 15 Brände. Quelle: BOKU. Der NEOS-Umweltsprecher erinnerte an 13 Monate Verhandlungen, „es war tatsächlich kein Schnellschuss“.
„Wenn wir jetzt auf den letzten Sommer schauen“, so Bernhard, habe man in Wien 48 Hitzetage gehabt. Er hob auch hervor, dass dieses Gesetz eines für die Unabhängigkeit von fossilen Energien sei. Man habe mit dem Klimagesetz für Österreich das Richtige getan, „Klimaschutz, Wirtschaft und Innovation“ seien hier verbunden worden.
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