D. B. Johns „Red Star Down“ spielt während der ersten Amtszeit Trumps: Zeitgeschichte, fesselnd dargebracht.
D. B. Johns „Red Star Down“ spielt während der ersten Amtszeit Trumps: Zeitgeschichte, fesselnd dargebracht. Der britische Autor D. B. John war immer schon von Autokraten fasziniert, schreibt er im Nachwort von „Red Star Down“.
Allerdings nicht wegen ihres Einflusses, „sondern weil ihre Eitelkeit und ihre Wahnvorstellungen sie tendenziell zu lächerlichen Figuren machen“. Das stachelte ihn nun dazu an, eine Geschichte über die berühmteste autokratische „Bromance“ unserer Zeit zu schreiben: Jene zwischen Wladimir Putin, Kim Jong-un und Donald Trump. Der ausgewiesene Nordkorea-Experte John hat mit „Stern des Nordens“ bereits einen Thriller verfasst, in dem sich die junge CIA-Agentin Jenna Williams auf eine tödliche Mission Undercover nach Nordkorea begibt, um nach ihrer verschwundenen Zwillingsschwester zu suchen.
Jenna wird erneut eine wichtige Rolle spielen. Allerdings begnügt sich Autor John diesmal nicht mit der hermetisch abgeschlossenen Welt des asiatischen Regimes, sondern lässt die Leser hautnah an realen weltpolitischen Geschehnissen wie Trumps Treffen mit Jong-un und Putin teilhaben. D. B. John hat mit „Red Star Down“ einen fesselnden Politthriller geschrieben, der davon lebt, dass Fakten und Fiktion miteinander verschmelzen. Was ist tatsächlich passiert, was ist erfunden?
Warum ist Trump Putin gegenüber so handzahm? Der Thriller-Autor liefert auf diese Fragen natürlich keine belastbaren Antworten, wie es wirklich war. Aber zwischen den Zeilen lassen sich einige beunruhigende Möglichkeiten herauslesen. So lächerlich die Autokraten also sein mögen, ihre Macht ist auf jeden Fall unbestritten.
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