Zwei Mitarbeiter und zwei Geschäftsführerinnen des Time Out-Freizeitparks in Steinerkirchen haben sich nicht schuldig bekannt. Ihnen wird fahrlässige schwere Körperverletzung sowie die Missachtung von Arbeitnehmerschutzpflichten vorgeworfen. Der Prozess dauert an, da die Verteidigung menschliches Versagen und kein Organisationsverschulden behauptet.
Es handelt sich um zwei damalige Mitarbeiter, die bei dem Unfall schwer verletzt wurden, und zwei Geschäftsführerinnen des Parks. Die vier Beschuldigten bekannten sich Medienberichten zufolge nicht schuldig.
Der Prozess wird am 30. November fortgesetzt. Die beiden Männer waren wegen eines technischen Problems im Inneren eines als Burgturm verkleideten, 20 Meter hohen"Freefall-Towers" mit Revisionsarbeiten beschäftigt, als es in sieben Metern Höhe zu dem Arbeitsunfall kam. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich keine Besucher in dem Bereich, der Erlebnispark war geschlossen.
Die Arbeiter wurden von der nach oben fahrenden Gondel, die über eine Zugkette hochgezogen wird, eingeklemmt und an den Beinen verletzt. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen fahrlässige schwere Körperverletzung zulasten des jeweils anderen vor, wie die Salzburger Nachrichten in ihrer Dienstag-Ausgabe berichteten. Grundsätzlich hätten sie sich gemäß ausdrücklicher Anweisung in der Betriebs- und Wartungsanleitung für den sogenannten"Knights Ride Tower" bei der Wiederinbetriebnahme nicht im Gefahrenbereich aufhalten dürfen.
Tatsächlich habe aber der Erstangeklagte einem unten beim Bedienungspult stehenden Praktikanten von oben zugerufen, das Fahrgeschäft wieder im Automatikmodus zu starten. Der Zweitangeklagte wiederum habe laut Strafantrag"nicht überprüft, ob bei Wiederinbetriebnahme die Kette ausgehängt ist".
"Time Out"-Freizeitpark in Steinerkirchen: Gut bewertet, aber zu wenige Besucher Den beiden Geschäftsführerinnen wurde vorgeworfen, sie hätten ihre Arbeitnehmerschutzpflichten missachtet, indem sie die Techniker mit der Instandhaltung des Towers betrauten, obwohl das Duo dafür nicht geschult gewesen sei. Zudem wurde nach dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz auch der Betrieb angeklagt. Den Verteidigern der zwei Frauen und der Firma zufolge liege kein Organisationsverschulden vor, sondern menschliches Versagen der Techniker.
Freizeitparkunfall Strafprozess Steinerkirchen Arbeitsunfall Time Out Freizeitpark
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Oö: Unfall mit Elektro-Motocross → mehrere Verletzte (7, 9, 50, 72)BEZIRK EFERDING (OÖ): Zu einem schweren Unfall kam es am 27. September 2026 gegen 16:40 Uhr auf einem Trainingsgelände einer Motocrossstrecke im Bezirk Eferdi
Weiterlesen »
Heftiger Unfall auf A3 – Auto überschlägt sichUnfall auf der A3 Richtung Wien: Zwei Pkw kollidieren am Montagmorgen bei Ebreichsdorf. Ein Auto prallt dabei gegen die Betonleitwand und überschlägt sich.
Weiterlesen »
Toter Stallbursche nach Brand in Bruck an der Leitha: Prozess in KorneuburgKORNEUBURG. Weil sie zwei bei einem Brand auf einem Reiterhof im Bezirk Bruck a. d. Leitha im Vorjahr verletzten Stallburschen nicht ausreichend geholfen haben sollen, mussten sich zwei Angeklagte am Montag am Landesgericht Korneuburg verantworten.
Weiterlesen »
Toter Stallbursche bei Brand in NÖ: Prozess in KorneuburgZwei Angeklagten wird unter anderem Aussetzung sowie Quälen oder Vernachlässigen unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen angelastet. Beide Angeklagten, ein 57-jähriger und ein 37-jähriger...
Weiterlesen »
