Am Landesgericht Klagenfurt wird ein Prozess wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung von Lehrlingen im Umfeld des Landes Kärnten fortgesetzt. Zwei Landesbedienstete sind angeklagt und bestreiten die Vorwürfe. In Zeugenaussagen wurden Fragen zu sexuellen Erfahrungen und Eingriffe in die Kleidung eines Mädchens thematisiert. Außerdem wird untersucht, wie das Land auf die Vorwürfe reagiert hat und weshalb das damals 17-jährige Opfer seinen Lehrplatz wechseln musste. Viele Fragen bleiben offen.
Am Landesgericht Klagenfurt läuft ein Prozess um sexuelle Belästigung von Lehrlinge n. Im Fokus steht auch der Umgang des Landes mit den Vorwürfen. Am Landesgericht Klagenfurt geht es um Vorwürfe sexueller Belästigung im Umfeld von Lehrlinge n des Landes Kärnten.
Angeklagt sind ein mittlerweile fristlos entlassener Vertragsbediensteter und eine weitere Landesbedienstete. Beide bekennen sich nicht schuldig. Im Prozess kamen am Freitag Gesprächsdetails zwischen Vorgesetzten, vermeintlichen Vertrauenspersonen und Lehrlingen zur Sprache. Dabei ging es unter anderem um Fragen nach den sexuellen Erfahrungen am Wochenende oder der Anzahl der Geschlechtspartner.
Auch der Vorwurf, ein Mädchen sei aufgefordert worden, den Pullover anzuziehen, damit die Brüste besser zur Geltung kommen, wurde thematisiert. Mehrere Zeugen berichteten darüber, wie mit den Vorwürfen innerhalb des Landes umgegangen worden sein soll. Dabei blieben am Freitag zahlreiche Fragen offen. Unter anderem ging es darum, warum der angeklagte Vertragsbedienstete fristlos entlassen wurde.
Die Zweitangeklagte soll vom Opfer über die Vorfälle informiert worden sein. Dennoch blieb sie weiterhin in ihrer Position, wie der ORF berichtet. Besonders thematisiert wurde außerdem der weitere Weg des damals 17 Jahre alten Opfers. Das Mädchen verbrachte den Rest seiner Lehrlingszeit plötzlich in einem anderen Bezirk.
Staatsanwältin Barbara Baum befragte mehrere Zeugen dazu, was nach Bekanntwerden der Vorwürfe von Seiten des Landes unternommen wurde. Bei den Aussagen gab es unterschiedliche Darstellungen dazu, warum die 17-Jährige ihren Lehrplatz in Klagenfurt nicht mehr behalten hatte. Manche Landesbedienstete erklärten, das Mädchen habe Heimweh gehabt und deshalb nicht mehr in Klagenfurt bleiben wollen. In anderen Niederschriften findet sich hingegen die Aussage, dass die Jugendliche Angst gehabt habe, weiter in diesem Umfeld zu bleiben. Der Prozess am Landesgericht Klagenfurt wird fortgesetzt.
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