Pharmakonzern Roche gelingt wichtiger Studienerfolg mit Lunsumio

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Pharmakonzern Roche gelingt wichtiger Studienerfolg mit Lunsumio
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Der Pharmakonzern Roche erzielt mit dem Blutkrebsmedikament Lunsumio einen bedeutenden Erfolg. In einer spätphasigen Studie zeigte die Kombinationstherapie eine klinisch relevante Wirkung.

Der Pharmakonzern Roche erzielt mit dem Blutkrebsmedikament Lunsumio einen bedeutenden Erfolg. In einer spätphasigen Studie zeigte die Kombinationstherapie eine klinisch relevante Wirkung. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat mit seinem Blutkrebsmedikament Lunsumio in einer klinischen Studie der späten Phase einen wichtigen Erfolg erzielt.

In Kombination mit einem weiteren Medikament verlangsamte Lunsumio das Fortschreiten eines follikulären Lymphoms bei Patienten, die zuvor mindestens eine Therapielinie erhalten hatten, statistisch signifikant und in klinisch relevantem Ausmaß, teilte Roche mit. Für das untersuchte Behandlungsschema seien zudem keine neuen Sicherheitsbedenken aufgetreten. Noch nicht eindeutig sind allerdings die Daten zum Gesamtüberleben der Studienteilnehmer. Die Ergebnisse gelten für Roche als wichtiger Test dafür, ob Lunsumio künftig früher im Behandlungsverlauf eingesetzt werden kann.

Bislang kommt das Medikament vor allem bei Patienten zum Einsatz, bei denen vorherige Therapien versagt haben, nicht ausreichend wirksam waren oder nicht vertragen wurden. Lunsumio wird entweder als Infusion oder als Injektion verabreicht. Roche untersucht den Wirkstoff auch bei anderen Blutkrebsarten wie dem diffus großzelligen B-Zell-Lymphom sowie bei Autoimmunerkrankungen wie Lupus. Die nun vorliegenden Studiendaten sollen Gesundheitsbehörden vorgelegt und bei einer bevorstehenden medizinischen Tagung präsentiert werden.

Nach Angaben von Roche wird weltweit jedes Jahr bei mehr als 110.000 Menschen ein follikuläres Lymphom diagnostiziert. Für Konzernchef Thomas Schinecker haben die Ergebnisse auch strategische Bedeutung. Roche hatte Lunsumio als einen der wichtigsten Wachstumstreiber für die zweite Jahreshälfte bezeichnet. Schinecker hatte bereits im Juli erklärt, die anstehenden Studiendaten zu dem Blutkrebsmedikament würden für einen bedeutenden Nachrichtenfluss sorgen.

Von Bloomberg befragte Analysten rechnen mit einem deutlichen Umsatzanstieg: Nach erwarteten 186 Millionen Euro im Jahr 2026 sollen die Erlöse mit Lunsumio bis 2029 auf 397 Millionen Euro steigen und sich damit mehr als verdoppeln. Die Roche-Aktie gab am Donnerstag in Zürich zwischenzeitlich um bis zu 1,6 Prozent nach. Kurz vor Börsenschluss betrug das Minus noch rund 0,5 Prozent. Bis zum Handelsschluss am Mittwoch hatte die Aktie seit Jahresbeginn etwas mehr als zehn Prozent zugelegt.

Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2023 hat Schinecker die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns neu organisiert. Teams sollen schneller über experimentelle Wirkstoffe entscheiden und Ressourcen stärker auf jene Programme konzentrieren, denen Roche die besten Erfolgschancen beimisst. Im vergangenen Jahr erreichten zehn potenzielle neue Medikamente die letzte Entwicklungsphase – laut Roche eine Rekordzahl. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnten nach Angaben des Unternehmens bis zu 20 neue Medikamente auf den Markt kommen.

Bei der Vorlage besser als erwarteter Halbjahresergebnisse hatte Roche im Juli auf die künftigen Wachstumsmöglichkeiten seiner Medikamentenpipeline verwiesen. Den Ausblick für das Gesamtjahr ließ der Konzern unverändert.

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