Kunden und Online-Händler toben über die seit 1. Oktober geltende Paketsteuer in der Höhe von 2,40 Euro. Besonders für Unmut bei den sorgt der ...
Kunden und Online-Händler toben über die seit 1. Oktober geltende Paketsteuer in der Höhe von 2,40 Euro. Besonders für Unmut bei den sorgt der Umstand, dass große Versandhändler die neue Abgabe – wie zu erwarten war – direkt an ihre Kunden weiterreichen.
Und diese können sogar auf den zusätzlichen Kosten sitzen bleiben, wenn sie das Bestellte gar nicht behalten wollen. Denn grundsätzlich bleibt auch bei Rücksendungen nach erfolgreicher Paketzustellung die Steuerpflicht bestehen. Der US-Online-Riese Amazon, Otto Österreich und Zalando zeigen sich hier aber durchaus kulant. Denn sie wollen bei vollständigen, zeitnahen Retouren den Kunden die Paketsteuer aber zurückerstatten.
Amazon hielt am Donnerstag auch fest, dass für wiederkehrende Lieferungen im Rahmen von Spar-Abos die Paketsteuer nicht verrechnet werde. Das bedeutet aber wohl wenig Trost für alle jene Kunden, die besondere Rabatte und Schnäppchen erbeuten wollen und dann in manchen Fällen mit einer Abgabe konfrontiert sind, die den Warenwert entweder übersteigt oder wo der Steueranteil bei Entrichten müssen die Paketsteuer grundsätzlich Versandhändler, die mindestens 100 Millionen Euro Umsatz jährlich in Österreich machen.
Das sind in Österreich 15 große Online-Händler und Online-Marktplätze. Die Steuer selbst beträgt zwei Euro, inklusive Umsatzsteuer sind es 2,40 Euro. Versandhändler können sich entscheiden, ob sie die Steuer pro Paket oder pro Bestellung berechnen und abführen. Amazon, Otto Österreich und Zalando berechnen die Paketsteuer beispielsweise pro Bestellung, unabhängig von der Zahl der Artikel oder der Zahl der Pakete, in denen die Waren ankommen.
Der Online-Marktplatz für generalüberholte Produkte, Refurbed, ist aktuell doch nicht von der Paketsteuer betroffen.
„Wir wussten aufgrund der Formulierung des Gesetzes lange nicht, ob uns die Paketsteuer trifft“, hieß es von Refurbed. Der Jahresumsatz habe zwischen 90 und 110 Millionen Euro geschwankt.
„Nun lag der Umsatz in Österreich unter den 100 Millionen Euro“, erklärte der Marktplatz. Die zur Österreichischen Post gehörende Online-Handelsplattform shöpping liegt ebenfalls unter der 100 Mio. Euro Umsatzschwelle und positioniert sich nun als „paketsteuerfreie Alternative“. Betroffen von der Paketabgabe sind laut Handelsverband aber 4000 österreichische Betriebe, die über große Online-Marktplätze an Konsumenten verkaufen.
Es regt sich bereits juristischer Widerstand gegen die neue Steuer. Otto-Österreich-Chef Harald Gutschi rechnet mit bis zu zehn Händlern, die rechtlich gegen die Paketabgabe vorgehen werden. Man werde gegen die Steuerbescheide Beschwerde einlegen, sagte Gutschi kürzlich zur APA. Amazon signalisierte „Bedenken hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes und seiner Vereinbarkeit mit den Regeln des EU-Binnenmarkts“.
Man strebe „eine rechtliche Klärung“ an, erklärte ein Unternehmenssprecher. Auch Zalando sieht einige rechtliche Probleme: „Das österreichische Paketsteuergesetz ist nach unserer Überzeugung weder verfassungs- noch europarechtskonform“, so der deutsche Online-Händler in einer Stellungnahme. Die Paketabgabe greife „unzulässig in EU-Zuständigkeiten ein, verzerrt den Wettbewerb einseitig zu Lasten des Distanz- und Onlinehandels“ und schaffe „unnötige bürokratische Hürden im freien Binnenmarkt“. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder.
In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder derwidersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch
Deutsche Gutschi Harald Gutschi Österreich OTTO Österreich Zalando
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Paketsteuer für Bestellungen bei großen Online-Händlern in KraftWIEN. Nur Pakete an Endverbraucher betroffen. 2,40 Euro Paketsteuer pro Bestellung oder pro Paket, Amazon und Otto berechnen Paketsteuer pro Bestellung.
Weiterlesen »
Paketsteuer in Kraft: Online-Bestellungen teurerAm heutigen Donnerstag, 1. Oktober, ist die Paketsteuer in Kraft getreten, die viele Online-Bestellungen verteuert. Pro Paket oder Bestellung sind ...
Weiterlesen »
Neue Paketsteuer in Österreich: Amazon-Kunden fordern 2,40 Euro AufschlagDie neu eingeführte Paketsteuer sorgt in Österreich für breite Empörung, da Kunden wie bei Amazon nun pauschal 2,40 Euro pro Bestellung zusätzlich zahlen müssen. Die Abgabe fällt einmalig an, unabhängig von der Anzahl der Pakete oder dem Warenwert, was in sozialen Medien als ungerecht kritisiert wird.
Weiterlesen »
Paketsteuer tritt in Kraft: Online-Händler prüfen KlageDie Paketsteuer ist in Kraft und kostet bis zu 2,40 Euro pro Bestellung oder Paket. Online-Händler prüfen rechtliche Schritte, während die EU-Kommission die genaue Höhe festlegen muss.
Weiterlesen »
