Schwere Missbrauchsvorwürfe, Missbrauchsdarstellungen am Computer und 189.000 Euro Schweigegeld: Im Fall des Kabarettisten Günther Paal alias „Gunkl“ ...
Schwere Missbrauchsvorwürfe, Missbrauchsdarstellungen am Computer und 189.000 Euro Schweigegeld: Im Fall des Kabarettisten Günther Paal alias „Gunkl“ geht es, wie die „Krone“ zuerst berichtete, .
Die Verteidiger der beiden Frauen, Hubert Wagner und Werner Wendt, sprechen im Videointerview nicht nur von einer „Liebesbeziehung“, sie verraten auch, dass der Kabarettist nun „eine hohe Geldsumme“ von dem Mutter-Tochter-Gespann zurückfordere. Während Paal wegen mutmaßlichen Kindesmissbrauchs und des Besitzes von Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger angeklagt ist, wird der Mutter und Großmutter des jetzt fünfjährigen Opfers schwere Erpressung vorgeworfen.
Der Kabarettist ist auf freiem Fuß, die 42 und 62 Jahre alten Frauen sitzen in Untersuchungshaft – für alle drei gilt die Unschuldsvermutung.
„Unsere Klientinnen sind im Prinzip geständig“, so Hubert Wagner, die Anklageschrift zeige aber ein „sehr ungünstiges Bild“. Vor allem die Mutter leide unter der Trennung von ihren Kindern – neben der heute fünfjährigen Tochter hat sie auch einen sieben Jahre alten Sohn –, wobei die Anwälte betonen, dass die Kindesabnahmen nichts mit dem aktuellen Fall zu tun hätten. Berichten zufolge wurden die Kinder der Mutter abgenommen, weil sie sie aus Überforderung vernachlässigt habe.
Unter anderem hätte die Familie mit 19 Hunden in einem Haushalt gelebt. Derzeit sind das Mädchen und der Bub in einem Kriseninterventionszentrum bzw. bei Pflegeeltern untergebracht. Wendt erklärte, dass beide Frauen Reue zeigen würden. Es sei „ursprünglich“ auch eine „Liebesbeziehung“ zwischen Paal und ihnen Frauen gewesen.
Die aber begonnen habe, als Paal sich auf eine Anzeige der heute 42-Jährigen gemeldet hatte. Sie betrieb ein Massagestudio und bot mit ihrer Mutter gemeinsam sexuelle Dienstleistungen an. Ab diesem Zeitpunkt habe er mit ihnen zwölf Jahre lang ein „familiäres Verhältnis gepflegt“, was Fotos von gemeinsamen Feiern bestätigen würden.
„Sie haben sich gefreut, wenn er gekommen ist. Weil er lustig war.
“ Paal habe die Frauen zwar bezahlt, teilweise aber auch „generöse“ Geschenke gemacht, vor allem an die Mutter des Kindes, die zu ihrem 30. Geburtstag laut Wendt ein neues Bett von Paal geschenkt bekommen habe. Im Skandal um den Kabarettisten Günther Paal nehmen die Verteidiger der beiden mutmaßlichen Erpresserinnen, Hubert Wagner und Werner Wendt, zu den schweren Vorwürfen gegen das Mutter-Oma-Gespann Stellung.
Silvester 2024 hätten die drei Angeklagten noch gemeinsam gefeiert, im Jänner 2025 sei es dann zum mutmaßlichen sexuellen Missbrauch des Mädchens und daraufhin zum Bruch – und zum Beginn der Geldforderungen gekommen, die auch durch Drohungen untermauert worden sein sollen. So hätten die Frauen dem Kabarettisten weisgemacht, der Onkel des Mädchens wisse, wo er, Paal, wohne. Die beiden Frauen sollen beim Übergriff auf das damals dreijährige Kind übriegens anwesend und „nicht unerheblich alkoholisiert“ gewesen sein.
Der Anwalt Paals sprach am Vortag davon, dass seinem Mandanten das Kind Das Geständnis Paals – der Kabarettist hatte Selbstanzeige und Anzeige wegen Epressung gegen die beiden Frauen erstattet – werten die beiden Anwälte der Frauen wiederum als finanzielles Interesse und vor dem Hintergrund, dass der Künstler „eine hohe Summe zurückfordert und ihm das dadurch vielleicht leichter gelingt“. Wenn man nämlich schon im Strafprozess einen Geldbetrag zugesprochen bekommt, sei das „viel leichter, als wenn man ein langes Zivilverfahren durchstehen muss“.
Ob bei „den beiden Damen aber überhaupt etwas zu holen ist, weiß ich nicht“, so Wagner, während Wendt bestätigte, dass beide Frauen – und da vor allem die ältere – „erst heute betont haben, dass sie gewillt waren bzw. gewillt sind, zumindest einen Teil des Schadens wieder gutzumachen“. Wie, das werde man sehen – und auch, „wie viel überhaupt freiwillig gegeben wurde und wie viel nicht“.
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