Wegen hoher Temperaturen und Niederschlagsmangel in Europa reist ein ÖSV-Trio nach Portillo in Chile, um sich auf die Alpinski-Weltcupsaison vorzubereiten.
Wegen der hohen Temperaturen und des mangelnden Niederschlags in Europa ist Speedtraining auf den Schweizer Gletschern oberhalb von Saas-Fee nicht möglich. Daher reist ein Trio des Österreichischen Skiverbands ( ÖSV) nach Portillo in Chile, um sich auf die neue Alpinski-Weltcupsaison vorzubereiten. ÖSV -Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer bezeichnete den Übersee-Trip im ORF-Interview als alternativlos.
Wetterbedingungen erzwingen Reise nach Chile
Ursprünglich war geplant, die Vorbereitung auf den Schweizer Gletschern fortzusetzen. Angesichts der aktuellen Situation ist daran jedoch nicht zu denken. Pfeifer betonte, dass man das Wetter nie im Griff habe, zeigte sich aber zuversichtlich, einige gute Trainingstage in Chile zu haben.
Die Reise nach Chile war für die fünf Athleten der Weltcupgruppe eins vorgesehen. Allerdings bleiben Raphael Haaser und Marco Schwarz in Österreich, um sich auf den Weltcup-Auftaktriesentorlauf am 25. Oktober in Sölden vorzubereiten. Für Schwarz und andere gelten ab der kommenden Saison neue Regeln, um Verletzungen vorzubeugen.
Neue FIS-Regeln für mehr Sicherheit
Der Ski-Weltverband FIS beschloss laut Tiroler Tageszeitung bei seinem Herbst-Meeting in Genf ein Verbot der Carbon-Schoner und eine Maximalhöhe von Skischuhen. Zudem wurde bei den Frauen die Maximallänge der Ski limitiert. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, das Verletzungsrisiko im alpinen Skisport zu reduzieren.
Pfeifer wies darauf hin, dass auch norwegische und kanadische Athleten ein zweites Mal in Chile trainieren werden. Man werde sich daran gewöhnen müssen, künftig mehrmals in die Anden zu reisen. Es werde generell in Zukunft für Speed-Mannschaften ein Thema sein müssen, dass man zweimal rübergeht und auch eine Base drüben aufbaut, so Pfeifer.
Der ÖSV-Trainer erklärte weiter, dass man sich in der Planung bereits Gedanken mache, dass man wohl nächstes Jahr zweimal fix rübergehen muss. Die Verschiebung der Trainingslager unterstreicht die Herausforderungen, vor denen der Skisport aufgrund des Klimawandels steht.
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