Österreich rettet in der Nations League ein 2:2 gegen Irland nach 0:2-Pausenrückstand. Die ÖFB-Spieler kritisieren die schwache erste Hälfte und loben die Moral.
Die österreich ische Fußball-Nationalmannschaft hat am Donnerstag in der Nations League in Dublin gegen Irland nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden erreicht. Trotz des Comebacks überwog bei den ÖFB-Spielern die Selbstkritik, denn die erste Hälfte war schwach. Goalie Florian Wiegele zeigte sich trotz der Aufholjagd nicht happy.
Schwache erste Hälfte sorgt für Kritik
Die ÖFB-Akteure waren sich einig, dass der Auftritt vor der Pause ungenügend war. Verteidiger Stefan Posch sprach dennoch von einer Charakterleistung und betonte, dass es nach der ersten Hälfte auf jeden Fall ein gewonnener Punkt gewesen sei.
Philipp Lienhart freute sich über das gelungene Comeback, kritisierte aber die Leistung vor der Pause scharf. Die ersten Minuten seien nicht gut gewesen, das entspreche nicht dem eigenen Anspruch. Man habe in dieser Phase nicht die nötige Intensität gezeigt und sei in den Zweikämpfen nicht präsent gewesen.
Besonders das Verhalten beim ersten Gegentreffer sei mangelhaft gewesen, an dem Lienhart nicht schuldlos war. Er sagte, man habe zu dritt gegen einen gestanden und trotzdem das Tor bekommen, das sei schlecht von ihm gewesen.
Rangnick fordert anderes Gesicht
In der Halbzeitpause habe Teamchef Ralf Rangnick klargemacht, dass es mit dieser Intensität nicht gehe und die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen müsse. Die Spieler hätten das selbst erkannt und den Schalter umlegen können.
Die frischen Impulse von der Bank trugen maßgeblich zum Remis bei. Posch erklärte, man habe gezeigt, dass man in der Breite sehr gut aufgestellt sei, und das unterscheide eine sehr gute von einer guten Mannschaft. Der personelle Umbruch nach der WM sei bislang gelungen, in den ersten drei Spielen sei Energie zu spüren.
In der Schlussphase war Österreich sogar dem Sieg nahe. Lienhart meinte, wenn man das Spiel noch gewonnen hätte, könne sich keiner aufregen. Dennoch müsse man die erste Hälfte kritisch analysieren.
Wiegele nicht happy trotz starker Parade
ÖFB-Goalie Florian Wiegele lieferte nach Michael Gregoritschs 2:2 eine starke Parade, war aber dennoch nicht happy. Er sagte, er habe zwei Tore kassiert, und wenn er ein Tor bekomme, fühle sich ein Match immer schlecht an. Erst in den nächsten Tagen oder Stunden werde er sich über die positiven Aspekte freuen können.
Ob Wiegele auch am Sonntag gegen den Kosovo im Tor steht oder Alexander Schlager zurückkehrt, ist offen. Posch betonte, dass sich die ÖFB-Auswahl in Prishtina auf einen kleinen Hexenkessel einstellen müsse. Auswärts werde das eine andere Nummer, und der Kosovo habe Qualität, wie man schon in Wien gesehen habe.
Dennoch ist der Optimismus groß. Posch sagte, wenn man noch einmal so eine Leistung wie in Wien abrufe, habe man gute Chancen zu gewinnen.
Ausblick auf Kosovo-Spiel in Prishtina
Die österreichische Mannschaft muss sich auf ein schwieriges Auswärtsspiel gegen den Kosovo einstellen. In Prishtina erwartet die ÖFB-Auswahl laut Posch ein kleiner Hexenkessel. Der Kosovo habe bereits in Wien gezeigt, dass er Qualität besitzt und gefährlich sein kann, wenn man ihn lässt.
Trotz der Kritik an der ersten Hälfte überwiegt nach dem 2:2 die Zuversicht. Die Mannschaft will an die Leistung aus dem Hinspiel in Wien anknüpfen, wo sie überzeugte. Mit einer ähnlichen Leistung sieht Posch gute Chancen auf einen Sieg.
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