Die ORF-Chefin hat den Sender gegen Kritik verteidigt und betont, dass der ORF weiterhin relevant und genutzt wird.
und laufende Compliance-Prüfungen betonte die ORF -Chefin, dass der Sender zwar Herausforderungen habe, die tägliche Leistung aber nicht schlechtgeredet werden dürfe. Der Eindruck, beim ORF laufe grundsätzlich alles schief oder man brauche ihn nicht mehr, sei"falsch".
Als Beleg für die Relevanz des ORF verwies Thurnher auf aktuelle Nutzungszahlen. Der Sender habe im Mai die besten TV-Quoten seit zehn Jahren erzielt. Auch der Eurovision Song Contest habe gezeigt, dass der ORF weiterhin große Publikumsmomente schaffen könne.
"Der ORF funktioniert für sein Publikum. Er ist relevant. Er wird genutzt. Er erreicht die Menschen", sagte die Generaldirektorin.
Mit Blick auf die bevorstehende Fußball-WM hob Thurnher hervor, dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk große Sportereignisse frei zugänglich mache. Es sei nicht selbstverständlich, dass Zuschauer dafür nicht mehrere kostenpflichtige Abonnements benötigten. In ihrer Rede richtete Thurnher auch einen Appell an die Politik und die Öffentlichkeit.
"Glaubt wirklich jemand, dass es Österreich besser geht, wenn es dem ORF schlechter geht? ", fragte sie. Eine Schwächung des Senders würde ihrer Ansicht nach auch die demokratische Infrastruktur des Landes treffen. Zu den laufenden Compliance-Ermittlungen rund um Produktionen von ORF III erklärte Thurnher, die Vorwürfe würden ernst genommen und umfassend geprüft.
Diese würden an der Glaubwürdigkeit der Inhalte kratzen und das Vertrauen des Publikums gefährden. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, werde es"klare Konsequenzen" geben, kündigte sie an. Zum Abschluss betonte Thurnher die gesellschaftliche Rolle des ORF:"Der ORF ist nicht perfekt. Aber er ist relevant.
Und unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass er das auch bleibt. Der ORF wird gebraucht. "
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