Am Sonntagnachmittag musste in Hallstatt (OÖ) die Bergrettung ausrücken, um einen Vierjährigen vor dem Absturz zu retten
Schock beim sonntäglichen Familienausflug in Hallstatt in Oberösterreich: Der vierjährige Michael kletterte in einem unbeaufsichtigten Moment eine Lawinenverbauung hinunter und hing an einem Felsblock fest. Die Bergrettung musste ausrücken, um ihren bisher jüngsten Patienten aus der lebensgefährlichen Lage zu bergen.Die Mutter war laut Bericht der Bergrettung Hallstatt anfangs völlig aufgelöst.
Als der kleine Bub bei seinem Ausriss die Bergstation erreicht hatte, kletterte er hinter dem Gebäude hinunter zu Lawinenverbauungen. „Das Gelände dort ist steil und gefährlich“, sagt Dieter Eder, Leiter der Bergrettung Hallstatt, zur „Krone“. Das Kleinkind hing an einem Felsblock, konnte weder vor noch zurück.Eine 22-jährige Linzerin und ihr Begleiter entdeckten den Vierjährigen gegen 14 Uhr in seiner misslichen Lage.
„Wir haben das Kind gleich mit einem Helm ausgestattet und guten Zuspruch geleistet“, erzählt Einsatzleiter Michael Gruber . „Dann haben wir ein Seilgeländer gespannt und so dem Buben nach oben geholfen.“ Schließlich konnten die Eltern ihren Sohn unverletzt wieder in die Arme schließen.Der Vierjährige überstand die ungeplante Klettertour in jeder Hinsicht gut.
Für die Bergrettung Hallstatt war der Einsatz, der schlussendlich unspektakulär verlaufen sei, doch etwas ganz Besonderes: „So einen jungen Patienten hatten wir noch nie“, sagt Einsatzleiter Gruber.