Offener Kühlschrank in Rankweil gegen Lebensmittelverschwendung in Betrieb genommen

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Offener Kühlschrank in Rankweil gegen Lebensmittelverschwendung in Betrieb genommen
Rankweil, Lebensmittelverschwendung, Nachhaltigkeit

Am Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung wurde in Rankweil der Offene Kühlschrank eröffnet. Initiiert von der Gemeinde und dem Obst- und Gartenbauverein, bietet das Angebot eine niedrigschwellige Möglichkeit, genießbare Speisen zu teilen und Nachhaltigkeit zu fördern, ohne an Bedürftigkeit zu koppeln.

Mit einer kleinen Eröffnungsfeier ist am 29. September, dem Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung, der Offene Kühlschrank im Fuchshaus in Rankweil offiziell in Betrieb genommen worden.

Das Projekt soll dazu beitragen, genießbare Lebensmittel vor dem Wegwerfen zu bewahren und nachhaltiges Handeln im Alltag zu fördern. Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall bedankte sich bei der Eröffnung bei Gemeindemitarbeiterin und Projektleiterin Patricia Gohm sowie dem ehrenamtlichen Team rund um Irmgard Morscher vom Obst- und Gartenbauverein Rankweil für ihr Engagement.

„Mit dem Offenen Kühlschrank haben wir ein niederschwelliges Angebot gegen Lebensmittelverschwendung für alle Menschen in Rankweil und Umgebung geschaffen. Es zeigt, wie Nachhaltigkeit durch Eigeninitiative und Gemeinschaftssinn ganz praktisch gelebt werden kann“, betonte die Bürgermeisterin. Die Idee für den Offenen Kühlschrank wurde bereits seit mehreren Jahren im Ausschuss für Umwelt, Klima und Landwirtschaft behandelt und weiterverfolgt. Auch im Obst- und Gartenbauverein entstand der Wunsch nach einem solchen Angebot.

„Wir haben immer wieder erlebt, dass es Ernteüberschüsse gibt und viele nicht wissen, wohin damit. So entstand der Wunsch, auch in Rankweil einen Offenen Kühlschrank einzurichten“, erzählt Irmgard Morscher. Patricia Gohm , Irmgard Morscher mit ihrem ehrenamtlichen Team, Ingrid Benedikt sowie Bgm.

Katharina Wöß-Krall. Wichtig ist Morscher dabei, dass das Angebot nicht mit Bedürftigkeit verbunden wird.

„Es geht darum, Lebensmittel sinnvoll zu verwenden und Ressourcen zu schonen. Alle sind willkommen, Lebensmittel zu bringen oder mitzunehmen.

“Im Kühlschrank können neben frischen oder abgepackten Lebensmitteln auch selbst gemachte Produkte wie Marmeladen abgegeben werden. Nicht erlaubt sind hingegen rohes Fleisch, angebrochene Packungen oder offensichtlich nicht mehr genießbare Lebensmittel.

„Hygiene ist natürlich ein großes Thema bei solch einem Projekt. Die Beispiele anderer Gemeinden zeigen aber, dass das Konzept gut funktioniert – natürlich muss es dazu aber auch gut betreut werden“, betont Patricia Gohm, die das Projekt für die Gemeinde betreut. Bei der Eröffnung war auch Ingrid Benedikt dabei. Sie gründete 2018 den ersten Offenen Kühlschrank Vorarlbergs und unterstützte das Rankweiler Projekt beratend.

„Rankweil ist mittlerweile der 15. Offene Kühlschrank in Vorarlberg. Das erfüllt mich mit großer Freude“, zeigt sie sich stolz über die Entwicklung. Neben den Kühlschränken bietet Benedikt mit ihrem Team auch Restekochkurse und Workshops an.

Dabei wird gezeigt, wie aus übrig gebliebenen Lebensmitteln neue Gerichte entstehen können.

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