Die Obersteirische Molkerei hat einstimmig den Zusammenschluss mit der Berglandmilch genehmigt. Das neue Miteinander sichert die Marktposition, erweitert die Produktpalette und schafft Synergien für die Mitglieder.
Die Generalversammlung der Obersteirischen Molkerei fand am Standort Aschbach-Markt statt und trug ein überraschendes Ergebnis: Die Abstimmung der Genossenschaft er über den geplanten Zusammenschluss mit der Berglandmilch fiel einstimmig aus.
Georg Lehner, Mitglied der Geschäftsführung der Berglandmilch, erklärte, dass die Mehrheit von 92 Prozent der OM‑Genossenschafter bereits am Dienstag zugestimmt habe und nun auf die Genehmigung der Wettbewerbsbehörde gewartet werde. Der Zusammenschluss war der einzige Tagesordnungspunkt der Versammlung. Parallel dazu wurden personelle Entscheidungen getroffen: Jakob Karner, der Obmann der OM, wurde zum stellvertretenden Obmann der Berglandmilch gewählt. Mit dieser Entscheidung wollte die Obersteirische Molkerei ihre Interessen im neuen Zusammenschluss besser vertreten können.
Die Berglandmilch ist mit einem Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro und rund 8000 Milchlieferanten die größte Molkerei Australiens. Sie ist operative Tochter von neun Genossenschaften, die bislang unabhängig agierten. Nun wird die OM‑Milksparte als zehnte Genossenschaft in die Struktur aufgenommen. Die praktischen Abläufe wie die Milchabholung bei den bäuerlichen Lieferanten bleiben unverändert, wie OB‑Karner betonte.
Im Gegenzug erhält die Obersteirische Molkerei ungefähr zehn Prozent der Anteile an der Berglandmilch. Diese Maßnahme soll den Mitgliedern beiden Regionen ein starkes Netzwerk und eine breitere Produktpalette ermöglichen, ohne die lokale Lieferkette zu gefährden. Die hinterfragte Frage "Warum?
" war für viele OM‑Genossenschafter eine zentrale Bedenken. Als kleine Molkerei sei es schwierig, im Markt wettbewerbsfähig zu bleiben und faire Preise an die Mitglieder auszuzahlen. Die Berglandmilch hingegen bietet ein Vollsortiment, das von haltbarer Milch bis Mozzarella reicht. Diese Vielfalt steht der OM nicht zur Verfügung, schließt jedoch neue Produktionsmöglichkeiten in den Käsereien von Knittelfeld und Spielberg ein.
Durch diesen Zusammenschluss sollen Synergien realisiert, Marktreichweite ausgeweitet und die Marke in der Obersteiermark sowie darüber hinaus gestärkt werden. Die bestehenden Muttergenossenschaften der Berglandmilch - darunter die Schärdinger Landmolkerei, die Linzer Molkerei, die Milchunion Alpenvorland, die Molkerei im Mostviertel, die Milchverarbeitung Desserta, die Bäuerliche Milchunion Kärnten, die Landfrisch Molkerei, die Tirol Milch und die Stainzer Milch - erhalten nun indirekt Anteile an den Milchstandorten der OM.
Im Gegensatz dazu wird die Molkerei in Kapfenberg nicht Teil der Einbringung, sondern im Falle eines Abschlusses des Projekts an die Berglandmilch vermietet. Weitere Tochtergesellschaften wie Landforst Lagerhaus, ÖForst Forsttechnik und Steyr Center Murtal bleiben unter direkter OM‑Betreuung. Der Konzernumsatz des Obersteirischen Unternehmens und seiner Töchter beliefert im Jahr 2025 rund 390 Millionen Euro Umsatz.
Zusammengefasst handelt es sich um einen strategischen Zusammenschluss, der darauf abzielt, die Produktionskapazitäten zu erweitern, die Preisstabilität der Mitglieder zu erhöhen und die Position des Unternehmens im österreichischen Milchmarkt zu stärken. Dieser Schritt könnte eine neue Ära für die Obersteirische Molkerei markieren, indem sie ihre Ressourcen, ihr Know‑How und ihre Netzwerke mit der Berglandmilch kombiniert, um einen nachhaltigeren und wettbewerbsfähigerem Marktauftritt zu sichern
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