In Österreich ist das Sitzenbleiben ein großes Problem: Nur sechs von zehn Jugendlichen schließen die Sekundarstufe II in der Mindestdauer ab. Das ...
In Österreich ist das Sitzenbleiben ein großes Problem: Nur sechs von zehn Jugendlichen schließen die Sekundarstufe II in der Mindestdauer ab. Das ist deutlich weniger als in anderen Industrienationen .
Die OECD warnt vor Folgen wie häufigerem Schulabbruch und schlechteren Chancen am Arbeitsmarkt. Im zweiten Anlauf – etwa nach einer Klassenwiederholung oder einem Schulartwechsel – steigt die Erfolgsquote in Österreich von 59 auf immerhin 72 Prozent. Nach einem weiteren Zusatzjahr haben dann 78 Prozent ihren Abschluss der Sekundarstufe II in der Tasche. Vom OECD-Schnitt ist man aber auch dann noch deutlich entfernt.
Wie viele Schüler die Sekundarstufe II in der Mindestzeit abschließen, sagt viel darüber aus, ob in einem Bildungssystem Sitzenbleiben, Schulverweigerung oder Schulabbruch ein größeres Thema sind, betonen die Autoren in der am Dienstag veröffentlichten neuesten Ausgabe von „Bildung auf einen Blick“. Die Erfolgsquoten sind laut den Studienautoren besonders relevant, weil ohne Abschluss der Sekundarstufe II nicht nur Erwerbsquoten deutlich geringer sind , auch das Einkommen ist im Schnitt um ein Fünftel geringer.
Ein guter Indikator für die Erfolgschancen in der Sekundarstufe II ist laut der OECD-Studie, ob sie im dafür vorgesehenen Alter begonnen wird. Jugendliche, die davor etwa durch eine Klassenwiederholung oder die Vorschule schon ein Jahr oder mehr verloren haben, erreichen den Abschluss deutlich seltener , zeigt der Vergleich von 20 Ländern, aus denen entsprechende Daten vorliegen.
„Dieses Muster deckt sich mit Erkenntnissen, wonach Schüler, die eine Klasse wiederholt haben, tendenziell schwächere schulische Leistungen zeigen“, wird in der Studie betont. Auch Jugendliche mit Migrationshintergrund und mit Eltern ohne Studienabschluss tun sich schwerer, die Sekundarstufe II positiv abzuschließen. Für Österreich ist das keine gute Nachricht: Bei der jüngsten Ausgabe der PISA-Studie haben 18 Prozent der 15-Jährigen angegeben, dass sie schon mindestens einmal sitzengeblieben sind. An Brennpunktschulen waren es sogar 36 Prozent.
Der soziale Hintergrund hat hierzulande schon ab der Volksschule einen größeren Einfluss auf die Leistungen als in den meisten anderen OECD-Ländern. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.
KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder derwidersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Gewerkschafts-Chefverhandlerin Keizer: „3,2 Prozent sind keine Obergrenze“Linda Keizer verhandelt zum ersten Mal die Löhne von knapp einer halben Million Handelsangestellten. Warum sie mindestens einen vollen Inflationsausgleich erreichen will.
Weiterlesen »
KI-Boom lässt Tech-Einstiegsjobs in New York um 49 Prozent einbrechenDer KI-Boom hat die Tech-Branche in New York erfasst: Einstiegsjobs für Berufseinsteiger sind um 49 Prozent gesunken. Besonders betroffen sind KI-nahe Berufe.
Weiterlesen »
Fast zehn Prozent der Junglehrer verlassen den Beruf69 Prozent der Lehrkräfte, die den Beruf verlassen, haben noch keine fünf Jahre unterrichtet. Zugleich fällt jeder zehnte Lehrer länger als zwei Monate aus.
Weiterlesen »
Neun Prozent steigen aus: Österreich verliert auffällig viele junge LehrerWIEN. Österreichs Lehrer sind international besonders zufrieden. Doch neun Prozent der Berufsneulinge mit klassischer Ausbildung sind ausgestiegen. Die OECD sieht Handlungsbedarf.
Weiterlesen »
