Der russische Präsident Wladimir Putin hat zwei Nestlé-Gesellschaften unter eine vorübergehende Verwaltung gestellt. Auch weitere europäische ...
Der russische Präsident Wladimir Putin hat zwei Nestlé-Gesellschaften unter eine vorübergehende Verwaltung gestellt. Auch weitere europäische Unternehmen sind betroffen. Ihre Herkunftsländer seien „unfreundlich“ und unterstützten die Ukraine militärisch, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag.
„Natürlich war einer der Faktoren, die bei dieser Entscheidung berücksichtigt wurden, die Tatsache, dass es sich um unfreundliche Länder handelt“, sagte Peskow. Die Länder hätten sich an militärischen Handlungen gegen Russland und an Angriffen der Ukraine auf zivile und wirtschaftliche Infrastruktur Russlands beteiligt, sagte er weiter. Von der Zwangsverwaltung sind Nestlé Russia und Nestlé Kuban, die russische Tochter des französischen Einzelhändlers Auchan und die ehemalige Russland-Einheit der Baumarktkette Leroy Merlin betroffen.
Bereits im August hatte das russische Unternehmen KS Logistika Putin aufgefordert, fünf russische Nestlé-Gesellschaften unter Fremdverwaltung zu stellen. Das Unternehmen sagte damals, von staatlichen Stellen nicht kontaktiert worden zu sein. Man wolle sich auch nicht aus Russland zurückziehen. Für die Verwaltung wird nun die Firma L.E.
V. Management zuständig sein. Der Konzern bleibt Eigentümer, kann aber vorerst nicht mehr selbst über die Beteiligungen entscheiden. Das Schweizer Unternehmen hat sechs Produktionsstätten in Russland und stellt dort unter anderem Kaffee, Süßigkeiten, Babynahrung und Tierfutter her. Als Lebensmittelhersteller wolle man auch in Konfliktregionen die Bevölkerung weiterhin mit grundlegenden Nahrungsmitteln versorgen, sagt der Konzern, der für sein Russland-Geschäft seit Kriegsbeginn in der Ukraine 2022 viel Kritik erhält.
Ungefähr zwei Prozent des Umsatzes werden in dem Land erwirtschaftet. In den vergangenen Jahren hat der Kreml die Bedingungen für ausländische Unternehmen verschärft. Mit mehreren unterschiedlichen Maßnahmen wird mehr Einfluss ausgeübt. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder.
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