Aus dem belagerten Stahlwerk in Mariupol werden weitere Zivilisten evakuiert. Außenministerin Baerbock ist jetzt für ein sofortiges Öl-Embargo.
Einige Zivilist*innen, vor allem Frauen und Kinder, können das Asowstal-Werk in Mariupol verlassen Foto: reuters
Nach Angaben eines UN-Sprechers hatte ein humanitärer Konvoi am Samstagmorgen Mariupol erreicht. Koordiniert wurde die Evakuierungsaktion demnach vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz , das sich dazu mit beiden Kriegsparteien abstimmte. Ungarn hält an Widerstand gegen Öl- und Gasembargo fest Trotz zunehmender Rufe in der Europäischen Union nach einem Stopp russischer Öl- und Gasimporte hält Ungarn an seinem Widerstand dagegen fest. „Die ungarische Haltung hinsichtlich eines Öl- und Gasembargos hat sich nicht geändert: Wir unterstützen dies nicht“, antwortet ein Sprecher der Regierung in Budapest in einer E-Mail auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters.
Baerbock: Deutschland für Öl-Embargo gegen Russland Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat bekräftigt, dass Deutschland ein Öl-Embargo gegen Russland befürwortet. Man sei jetzt darauf „vorbereitet“, auch mehrere Jahre ohne russisches Öl auszukommen, sagte die Grünen-Politikerin in der ARD. Hintergrund seien neue Lieferverträge.
Die westlichen Sanktionen haben laut Baerbock auch den Sinn, Russlands Wirtschaft so zu schwächen, dass es keinen weiteren Krieg beginnen kann. „Natürlich will ich, dass Russland nie wieder einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg führt“, sagte die Grünen-Politikerin am Sonntagabend in der ARD.