LONDON. Harry und Meghan sind überraschend nach Großbritannien zurückgekehrt. Ex-Palastsprecher Dickie Arbiter glaubt jedoch, dass das Paar nach den Invictus Games 2027 wieder gehen könnte.
Die Rückkehr von Prinz Harry und Meghan nach Großbritannien Ende August kam überraschend. Sechs Jahre nachdem das Paar Harrys Heimat verlassen und sich im kalifornischen Montecito ein neues Leben aufgebaut hatte, zog es den Herzog und die Herzogin von Sussex wieder nach England.
Dauerhaft könnte der Aufenthalt allerdings nicht sein. Bereits jetzt gibt es Spekulationen, dass Harry und Meghan wieder in die USA zurückkehren könnten. Davon geht auch Dickie Arbiter, ein früherer Sprecher des Buckingham-Palasts, aus. Im Podcast „At Home with Vanessa“ von Moderatorin Vanessa Feltz erklärte er, warum er nicht an einen langfristigen Verbleib des Paares glaubt.
Nach Ansicht Arbiters spricht bereits die überraschende Rückkehr gegen einen längerfristig abgestimmten Plan.
„Ich denke, jeder war überrascht. Sogar der König war überrascht, denn er wusste nichts davon, als sie Anfang Juli Tee tranken“, sagte der ehemalige Palastsprecher laut „Mirror“. Auch andere Mitglieder des engsten Kreises der Royals seien vorab nicht informiert worden. Hinzu kommt die Entscheidung von Harry und Meghan aus dem Jahr 2020, ihre Aufgaben als ranghohe Mitglieder des britischen Königshauses aufzugeben.
Harry würde demnach zwar gerne wieder eine aktivere Rolle innerhalb der Königsfamilie übernehmen, sein Vater König Charles III. lehne das jedoch ab. Arbiter schilderte die Haltung des Königs deutlich: Harry glaube möglicherweise, seinen Vater noch umstimmen zu können. Charles habe ihm jedoch klargemacht, dass es für ihn keine Aufgabe gebe. Die Botschaft sei sinngemäß gewesen: „Du bist auf dich allein gestellt, mein Junge.
“ Auch nach der Rückkehr von Harry und Meghan hatte der König offiziell mitteilen lassen, dass beide weiterhin keine „working royals“ seien und damit keine offiziellen Aufgaben für das Königshaus übernehmen. Aus dem Umfeld des Paares hieß es anschließend, Harry und Meghan seien nicht rechtzeitig über das Schreiben informiert worden und darüber „ein bisschen überrascht“ gewesen. Mit ihrem Status als Privatpersonen haben Harry und Meghan sowie ihre Kinder keinen Anspruch mehr auf staatlichen Polizeischutz. Harry hatte sich dagegen wiederholt gewehrt.
Laut dem Bericht könnte nun die Entscheidung des Royal and VIP Executive Committee über den Schutz der Familie mitentscheidend dafür sein, ob sie in Großbritannien bleibt. Für einen staatlichen Personenschutz von Harry und seiner Familie müssten die Steuerzahler aufkommen. Darüber ist in Großbritannien bereits eine öffentliche Debatte entstanden. Sicherheitsfragen sollen auch eine Rolle dabei gespielt haben, dass Prinz Archie und Prinzessin Lilibet nur wenige Tage nach Beginn des neuen Schuljahres die Schule wechseln mussten.
Wie der „Telegraph“ berichtete, soll das Sicherheitsteam der Familie mindestens einmal Schwierigkeiten gehabt haben, dem Auto der beiden Kinder im Konvoi zu folgen. Die Personenschützer hätten das Schulgelände zwar bereits während der Ferien erkundet. Wie sich die Abläufe im Schulalltag tatsächlich gestalten, habe sich aber erst nach Ferienende gezeigt. Dabei seien rasch Bedenken aufgekommen.
Zusätzlich wurde eine WhatsApp-Nachricht Meghans in einer Gruppe von Müttern öffentlich – einschließlich ihrer privaten Telefonnummer. Arbiter sieht auch die Invictus Games als wichtigen Grund für Harrys Rückkehr nach England. Die nächste Ausgabe der von Harry initiierten Sportveranstaltung findet 2027 im britischen Birmingham statt. Der ehemalige Palastsprecher vermutet, dass Harry vor allem deshalb wieder nach Großbritannien gezogen sei.
Harry wolle sich „aktiv bei den Invictus Games einbringen“, sagte Arbiter. Die Organisatoren würden seine Anwesenheit begrüßen, um Aufmerksamkeit für die Veranstaltung zu schaffen. Er sei sich allerdings nicht sicher, ob sie wollten, dass Harry sich darüber hinaus zu stark einmische. Nach den Invictus Games sieht Arbiter jedenfalls kaum noch Gründe für einen längeren Aufenthalt des Herzogs in Großbritannien.
„Ich glaube keine Sekunde lang, dass sie in Großbritannien bleiben werden“, sagte er. Möglicherweise hätten Harry und Meghan zudem mit einem herzlicheren Empfang gerechnet, als sie ihn nach ihrer Rückkehr tatsächlich erlebt hätten. Mit Harry zeigt Arbiter wenig Mitleid, auch wenn er ihn als „sehr guten Soldaten“ bezeichnet. Der Herzog müsse mit den Folgen seiner damaligen Entscheidung leben, argumentiert der frühere Palastsprecher.
Seit dem sogenannten Sandringham-Gipfel im Jänner 2020 habe sich an Harrys Status nichts geändert. Damals fiel die Entscheidung über den Rückzug von Harry und Meghan aus der ersten Reihe der Royals. Harry habe selbst entschieden, seine Aufgaben aufzugeben und finanziell unabhängig zu werden, betonte Arbiter. Deshalb sei er heute kein arbeitendes Mitglied der Königsfamilie mehr.
Für den früheren Palastsprecher ist daher klar: Spätestens nach den Invictus Games 2027 könnte für Harry und Meghan eine neuerliche Übersiedlung in die USA zum Thema werden.
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