Auf abgelegenen Inseln im Indischen Ozean haben Forscher eine neue Pinguinart entdeckt. Genetische Daten beenden einen Streit.
Das Genom liefert die Antwort Was man früher für eine einzige, weitverbreitete Eselspinguinart hielt, umfasst tatsächlich vier verschiedene Arten. Eine davon ist eine bisher nicht anerkannte Art.
Das zeigen neue genetische Untersuchungen. Drei bislang als Unterarten geführte Populationen erhalten den Artstatus. DieAn der Studie waren Wissenschaftler aus Chile und der University of California in den USA beteiligt. Veröffentlicht wurde die Untersuchung im Fachjournal"".
Für die Analyse untersuchten die Forscher das Erbgut von 64 Pinguinen aus zehn Kolonien und deckten damit erstmals nahezu das gesamte Verbreitungsgebiet der Tiere ab. Auf den ersten Blick sehen sich die Pinguine verblüffend ähnlich: schwarzer Rücken, weißer Bauch, orangefarbener Schnabel. Doch genetisch unterscheiden sich diedeutlich. Auch bei Größe und Verhalten fanden die Forscher Unterschiede.
Die Tiere haben sich offenbar über einen Zeitraum von rund 300.000 bis 500.000 Jahren an ihre jeweiligen Lebensräume angepasst. Dabei dürften spezielle genetische Eigenschaften eine Rolle spielen – etwa bei der Anpassung an Kälte, beim Tauchen und bei der Nahrungssuche.dürfte die Entstehung der verschiedenen Arten begünstigt haben. Die Populationen leben auf weit voneinander entfernten Inseln und in unterschiedlichen Regionen der Antarktis. Die Art Pygoscelis taeniata ist auf den Falklandinseln und in Südamerika heimisch.
Pygoscelis papua lebt auf der Antarktischen Halbinsel und an der Küste der Antarktis. Pygoscelis ellsworthi kommt unter anderem auf Südgeorgien vor. Die neu beschriebene Art Pygoscelis kerguelensis lebt auf den Kerguelen-Inseln. Frühere wissenschaftliche Untersuchungen waren bei der Einteilung der Eselspinguine zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen.
Teilweise war sogar von bis zu sechs Unterarten die Rede. Die neue Einteilung ist nicht nur für die Forschung von Bedeutung. Sie könnte auch Konsequenzen für den Artenschutz haben. Drei der vier Arten sind durch die Folgen desBesonders problematisch ist die Situation in der subantarktischen Region.
Die Populationen leben dort auf voneinander isolierten Inseln. Wenn sich die Bedingungen verändern, können die Tiere nicht ohne Weiteres in andere Gebiete ausweichen. Eine der vier Arten könnte dagegen von den Veränderungen profitieren. Für die Population auf der Antarktischen Halbinsel und auf Südgeorgien könnte sich das Verbreitungsgebiet künftig sogar vergrößern.
Die genetischen Daten sollen künftig nicht nur dabei helfen, die Evolution der Pinguine besser zu verstehen. Sie könnten auch für Untersuchungen zu
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