Tech-Milliardär Elon Musk soll eine führende Rolle bei einem neuen Projekt des US-Verteidigungsministeriums einnehmen.
In einer Rede vor Militärs in Quantico im US-Bundesstaat Virginia kündigte Pentagon -Chef Pete Hegseth am Mittwoch an, dass es dabei darum gehe, die Zukunft der Kriegsführung zu erforschen.
Musk soll demnach eine von mehreren Personen sein, die die Initiative leiten sollen. Zweck des „Projekts Meridian“ sei es, „mit einem kreativen Blick auf die Zukunft zu schauen, und Bereiche zu identifizieren, die wir erobern müssen, und die Fähigkeiten, die wir beherrschen müssen“, sagte der Verteidigungsminister bei seiner Rede. Dabei sprach Hegseth auch das Thema der autonomen Kriegsführung an, also den Einsatz von Waffensystemen und Künstlicher Intelligenz, die ohne direktes menschlichen Eingriff aktiv sein und etwa Angriffe ausführen können.
„Wir müssen vorausschauend handeln, um die technologische und militärische Überlegenheit auf dem Schlachtfeld für die kommenden Jahrzehnte zu sichern“, sagte er weiter. Ergebnisse des Projekts erwartet der Pentagon-Chef innerhalb von 120 Tagen.
Außerdem will Hegseth die Armee weiter drastisch „verschlanken“. Am Mittwoch erklärte er in seiner jährlichen Rede vor der Militärspitze, er habe die Zahl der ranghöchsten Offiziere und der Planstellen „um 20 Prozent“ verringert – das wäre doppelt so viel wie bisher angekündigt.
„Die Zahlentüftler sagen, wir haben zehn Prozent der Generäle und Admirale in den Streitkräften entlassen“, sagte Hegseth vor Soldaten auf dem Militärstützpunkt Quantico südwestlich von Washington. „Außerdem haben wir die Gesamtzahl der Planstellen für Generäle und Admirale um weitere zehn Prozent verringert“, fügte er hinzu. Unter dem Strich stehe damit „eine Reduzierung um 20 Prozent“. Hegseth, der sich selbst „Kriegsminister“ nennt, bestätigte damit Medienberichte.
Nach Pentagon-Angaben von Ende Juli gab es zuletzt rund 850 Generäle und Admirale. Der „Washington Post“ zufolge befehligen sie mehr als 1,3 Millionen Soldatinnen und Soldaten. Dazu kommen fast 800.000 weitere in der Nationalgarde und der Reserve. Er hat seit seinem Amtsantritt im Jänner 2025 im Auftrag von Präsident Donald Trump zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht.
Nur wenige Tage vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar entließ er ohne Angabe von Gründen Generalstabschef Charles Q. Brown Jr. und Marine-Oberbefehlshaberin Lisa Franchetti. Andere ranghohe Militärs gingen in den Ruhestand oder reichten ihren Rücktritt ein, darunter der für das Heer zuständige Staatssekretär Dan Driscoll, der Anfang September nach wiederholten Auseinandersetzungen mit Hegseth zurücktrat. Überdurchschnittlich stark betroffen von den Kürzungen waren Frauen und Afroamerikaner. Die Verschlankung der Armee nimmt Hegseth wörtlich, wie er bei seiner Rede im vergangenen Jahr bewies.
Der frühere Fernsehmoderator von Fox News beschimpfte viele Soldaten und Befehlshaber damals als zu „fett“ und verordnete ihnen ein Fitnessprogramm – oder drohte andernfalls mit Rauswurf. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.
KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder derwidersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch
Dan Driscoll Elon Musk Generalstabschef Hegseth Lisa Franchetti.Ranghohe Musk Pentagon Pete Hegseth Präsident
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Wie die Österreicher in Zukunft bezahlen wollenBeim Bezahlen bahnt sich in Europa ein Machtwechsel an. Zwischen geopolitischen Spannungen, amerikanischen Zahlungsriesen und neuen europäischen ...
Weiterlesen »
Starship von SpaceX erreicht erste UmlaufbahnDas private Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk hat mit seiner Riesenrakete Starship einen historischen Erfolg erzielt. Die Starship erreichte bei einem Testflug in eine Umlaufbahn der Erde und setzte erstmals 26 Starlink-Satelliten im Orbit aus. Die Mission war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der wiederverwendbaren Raumfahrt und zeigt, dass das Starship auf dem richtigen Weg ist.
Weiterlesen »
Franken-Rückgang belastet Vorarlberger Arbeitnehmer in der SchweizDer Euro-Franken-Kurs ist von etwa 0,90 auf 0,95 gestiegen, was für in der Schweiz arbeitende Vorarlberger zu einem Einkommensverlust von mehreren hundert Euro führen kann. Während sich der Franken-Rückgang nur kurzfristig auf Einkaufstrends auswirkt, bleiben langfristig die hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz bestehen. Ökonomen sehen die Ursache im stärkeren Gewicht von Wirtschaftsdaten gegenüber geopolitischen Risiken und erwarten eine Erholung des Frankens in naher Zukunft.
Weiterlesen »
Wie Nahversorger am Land eine Zukunft haben könnenWas passiert, wenn der letzte Greißler im Ort zusperrt? Für viele ländliche Gemeinden geht es dabei um die unmittelbare Versorgung vor der eigenen ...
Weiterlesen »
