Mit diesen Ökostrom-Förderungen hat Österreichs Staat Geld verdient

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Matthias Auer ist seit 2008 Teil des Wirtschaftsressorts der „Presse“ und schreibt dort vor allem über Energie, Innovation und Klima(politik) sowie über deren Folgen für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit im Land. Er leitet das „Klima-Team“ im Haus und schreibt eine wöchentliche Kolumne in der „Presse am Sonntag“.

Erneuerbare brauchen in Österreich immer weniger staatliche Förderung, zeigt ein neuer Bericht der E-Control. Trotz aller Debatten über Förderkürzungen ging auch der Solar-Boom 2025 ungebremst weiter.

Die Sonne lieferte im Vorjahr in Österreich deutlich mehr Strom. Im Bild die Sonnenfinsternis in Sankt Petersburg im August 2026. Nicht nur heuer fehlt der Regen, auch das vergangene Jahr war schon zu trocken. Die Folge: Österreichs Wasserkraftwerke konnten 2025 weniger Elektrizität erzeugen, der Anteil der Erneuerbaren am Inlandsstromverbrauch sank auf 78 Prozent, zeigt der EAG-Monitoringbericht der E-Control.

Die gute Nachricht: Die Kilowattstunde Ökostrom war für den Staat so günstig zu haben, wie schon lange nicht. Bei manchen Fördernehmern stieg die Republik sogar mit einem Plus aus. Konkret handelt es sich dabei um jene Wind- und Solaranlagen, die noch Einspeisetarife nach dem alten Ökostromgesetz erhalten. 9,75 Cent je Kilowattstunde bekamen sie 2025 von der staatlichen Oemag ausbezahlt. Die wiederum konnte den Strom um 9,89 Cent je kWh am Markt weiterverkaufen.

In Summe blieb dem Staat ein Plus von sieben Millionen Euro. Jene Anlagen, die nach dem EAG mittels Marktprämie gefördert wurden, erhielten zwar 129 Millionen Euro an staatlicher Förderung. Da sie in Summe aber deutlich mehr Strom erzeugt haben, als im Jahr zuvor, sanken die Kosten je Kilowattstunde für die Allgemeinheit auch hier. Dazu kommt die Investitionsförderung für Solaranlagen und Speicher, über die 2025 rund 173 Millionen Euro vergeben wurden.

Zum Vergleich: Vor wenigen Jahren wurde der Erneuerbaren-Ausbau noch mit rund einer Milliarde Euro im Jahr angeschoben. Dank der hohen Strompreise ist das nicht mehr notwendig. Gerade der Ausbau der Photovoltaik blieb 2025 auf hohem Niveau. Die im EAG festgelegte Zielgröße von elf Terawattstunden Solarstrom im Jahr 2030 wurde mit gut zehn TWh bereits im Vorjahr fast erreicht.

Aufholbedarf ortet die Regulierungsbehörde hingegen bei Wind, Wasser und erneuerbaren Gasen. Gerade bei der Windkraft war die E-Control allerdings zuversichtlich, den notwendigen Zubau von 1000 Gigawattstunden im Jahr erreichen zu können. Zwischen 2027 und 2029 würde eine ganze Reihe an Projekten im Weinviertel ans Netz gehen, so E-Control-Chef Alfons Haber. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sei ein zentraler Baustein für eine sichere und ökologische Energieversorgung, sagte er weiter.

„Wir sollten uns wirklich bewusst sein, dass jede Kilowattstunde an erneuerbaren Energien die Abhängigkeit von fossiler Energieerzeugung und fossilen Energieträgern reduziert“. Mit den heuer beschlossenen Energiegesetzen – Elektrizitätswirtschaftsgesetz und Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz – seien wichtige Grundlagen für einen schnelleren und effizienteren Ausbau der Erneuerbaren geschaffen worden. Zusätzlich seien leistungsfähige und zuverlässige Netze sowie Stromspeicher notwendig. Deutlich hinter dem Ziel von fünf TWh blieb die Einspeisung von erneuerbarem Gas.

Im Jahr 2025 lag die Einspeisung bei lediglich 0,16 TWh. Was der Branche fehlt, ist der versprochene gesetzliche Rahmen für einen weiteren Ausbau. Das Erneuerbaren-Gase-Gesetz steht zwar im Regierungsprogramm von ÖVP, SPÖ und NEOS, eine Einigung konnten die Koalitionspartner aber bisher nicht erreichen.

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