Influencer Satansbratan schießt in Social-Media-Clip gegen Kinderkopftuchverbot. Ministerin Bauer liefert ihm in eigenem Video jetzt scharfe Antwort.
Satansbratan wirft in seinem Video unter anderem die Frage auf, warum Mädchen im Minirock, bauchfrei und geschminkt in die Schule gehen dürften, gleichzeitig aber kein tragen sollen.
Seine Aussagen sorgen im Netz sowohl für Zustimmung als auch für heftigen Widerspruch. In ihrem Video spielt Bauer nun Ausschnitte des Influencers ein und widerspricht ihm Punkt für Punkt.
"Was uns nicht passt, sind genau solche Ansichten", sagt die Ministerin. Besonders an einem Argument stößt sie sich: Ein Kopftuch könne Mädchen womöglich auch vor den Blicken und Zurufen von Männern schützen. Bauer reagiert darauf mit einer Frage:"Ein Mädchen soll sich mit einem Stück Stoff schützen? Wovor denn genau?
Und was soll denn bitte ein Stück Stoff helfen?
"Satansbratan spricht in seinem Clip auch über Männer, die Frauen auf der Straße anstarren, ihnen hinterherrufen oder nachpfeifen. Dieses Verhalten bezeichnet er selbst als"einfach nur ekelhaft". Genau dort setzt Bauer an.
"Das ist ein gutes Stichwort", sagt sie – und nennt das dahinterstehende Argument ebenfalls"ekelhaft". Mädchen dürften nicht den Eindruck vermittelt bekommen, sie müssten sich verhüllen, damit Männer sie nicht belästigen. Es gehe um"8-, 9-, 10-jährige Mädchen", die dadurch früh sexualisiert und"als Objekt behandelt" würden..
"Wir wollen, dass Mädchen sichtbar und selbstbestimmt in Österreich aufwachsen können", erklärt die Ministerin. Sie wolle eine Gesellschaft, in der Mädchen niemand einrede, sie müssten sich"vor den geiernden Blicken der Männer" verschleiern. Auch die Vorstellung, Mädchen oder Frauen seien ohne Kopftuch"Freiwild", weist Bauer zurück. Die Antwort der Ministerin auf Satansbratans Video endet jedenfalls unmissverständlich:"Das hat bei uns definitiv keinen Platz! "
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