Heftige Unwetter haben in Spanien mindestens drei Menschen das Leben gekostet, eine weitere Person wird vermisst. Besonders schwer trafen die Regenfälle Katalonien rund um Barcelona.
Heftige Unwetter haben in Spanien mindestens drei Menschen das Leben gekostet, eine weitere Person wird vermisst. Besonders schwer trafen die Regenfälle Katalonien rund um Barcelona.
Bei heftigen Unwettern sind in Spanien mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens eine weitere Person wurde vermisst. Vor allem über der Touristenmetropole Barcelona und angrenzenden Regionen im Norden waren am Samstag und in der Nacht zu Sonntag stellenweise mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen worden, wie der regionale Wetterdienst Kataloniens, Meteocat, am Sonntag auf der Plattform X mitteilte. Zahlreiche Straßen, Keller und Erdgeschosse standen unter Wasser, Bäume wurden entwurzelt und Flüsse traten über die Ufer.
In der Stadt Tordera etwa 65 Kilometer nordöstlich von Barcelona kam ein Mann ums Leben, als eine Mauer auf ihn stürzte, wie die Bürgermeisterin Elisabet Magias dem Sender Canal 24 am Sonntag sagte. Nach Angaben der Feuerwehr kam eine weitere Person in dem Ort Montornès de Vallès ums Leben und nach einem Vermissten werde in der Region von Pineda de Mar gesucht.
Bereits am Samstag war eine 102 Jahre alte Frau in dem Ort Madrigueras in der Region Kastilien-La Mancha in ihrem Haus ertrunken. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez drückte den Angehörigen sein Beileid aus. Besonders heftig wurde jedoch Katalonien im Nordosten Spaniens getroffen. Auf Bildern aus der Stadt L'Hospitalet de Llobregat, die unmittelbar an Barcelona grenzt, waren überflutete Straßen und Menschen zu sehen, die durch knietiefes Wasser in ihren Häusern wateten.
Die Feuerwehr Kataloniens erhielt nach eigenen Angaben in der Region in der Nacht zu Sonntag mehr als tausend Anrufe. Bei den meisten Vorfällen handelte es sich demnach um vollgelaufene Keller, unter Wasser stehende Wohnungen oder umgestürzte Bäume. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten zudem mehrere Menschen aus ihren Fahrzeugen retten, die vom Wasser eingeschlossen worden waren. Auch im Baskenland meldeten die Behörden Überschwemmungen und überflutete Straßen infolge heftiger Regenfälle.
Wetterexperten warnen seit längerem, dass der menschengemachte Klimawandel heftige Unwetter wahrscheinlicher macht. Vor allem das immer stärker aufgeheizte Mittelmeer, wo im vergangenen Sommer Wassertemperaturen von 33 Grad gemessen wurden, erhöht nach Angaben des nationalen spanischen Wetterdienstes Aemet das Risiko extremer Regenfälle an Land. Je höher die Wassertemperatur, desto mehr Wasser verdunstet. Über dem erhitzten Meer bilden sich dadurch große und extrem feuchtwarme Luftmassen. Treffen diese auf eine Kaltfront, kommt es zu extremen Regenfällen.
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Spanien: Wohnungsnot stürzt Sanchez in die KriseSpaniens Minderheitsregierung von Pedro Sanchez ist wegen der Wohnungsnot im Lande in eine schwere Krise geschlittert. Bei einer Abstimmung im Parlament fiel sie mit zwei Dekreten durch, mit denen sie steigende Mieten und Zwangsräumungen bekämpfen wollte.
Weiterlesen »
Spanien gegen Tschechien – ab 20:45 Uhr LIVEDritter Spieltag in der UEFA Nations League: Spanien trifft auf Tschechien. Wir berichten ab 20.45 Uhr live – siehe Ticker unten.
Weiterlesen »
Erneut Proteste in Spanien: Zehntausende forderten mehr WohnraumNachdem das spanische Parlament ein Maßnahmenpaket gegen die Wohnungsnot abgelehnt hatte, sind am Samstag erneut Zehntausende Menschen auf die Straßen zahlreicher Städte gegangen. Sie verlangten mehr bezahlbaren Wohnraum und besseren Mieterschutz. Der Mieterverband forderte zudem einen „Generalstreik“.
Weiterlesen »
Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum und besseren MieterschutzIn mehr als 50 spanischen Städten haben Menschen für menschenwürdigen Wohnraum und stärkere Rechte für Mieter protestiert. In Madrid nahmen nach Regierungsangaben rund 70.000 Menschen an Demonstrationen teil. In Valencia kam es zu Ausschreitungen, bevor die Polizei die Menge mit Gummigeschoßen und Tränengas auflöste. Wegen einer Unwetterwarnung wurde eine geplante Kundgebung in Barcelona verschoben.
Weiterlesen »
