Die Militärpolizei hat einen ehemaligen Rapid-Star wegen Wehrdienstverweigerung am Rande eines Spiels gegen Sturm belehrt. Der Doppelstaatsbürger durfte ausreisen. Die FPÖ kritisiert eine mögliche VIP-Behandlung.
Am Rande des Spiels gegen Sturm Graz hat die Militärpolizei einen ehemaligen Rapid-Star, der sich seit Jahren vor dem Wehrdienst drückt, belehrt. Der 27-jährige österreich isch-türkische Profi durfte anschließend wieder ausreisen. Der Verteidiger besitzt als Sohn türkischer Migranten in Wien zwei Pässe und ist damit Doppelstaatsbürger.
Hintergrund: Wehrdienstpflicht und Doppelstaatsbürgerschaft
In Österreich besteht für männliche Staatsbürger die Pflicht, den Wehrdienst zu leisten. Der Profi, der als Doppelstaatsbürger auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt, hat offenbar seit Jahren keinen Wehrdienst absolviert. Die Militärpolizei griff die Angelegenheit am Rande des Spiels gegen Sturm auf und sprach eine Belehrung aus.
Der ehemalige Rapid-Spieler begann seine Karriere beim SK Rapid Wien, wo er im Alter von 19 Jahren einen Profivertrag unterschrieb. Heute ist er 27 Jahre alt und als Fußball-Millionär bekannt. Die genauen Umstände seiner Wehrdienstverweigerung sind nicht öffentlich bekannt.
FPÖ kritisiert mögliche VIP-Behandlung
Die FPÖ übt heftige Kritik an dem früheren Rapid-Star und wittert eine VIP-Behandlung für den österreichisch-türkischen Profi. Die Partei sieht eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Wehrpflichtigen. Die Bundesregierung plant unterdessen einen Wehrdienst-PfusCH, was die Diskussion zusätzlich anheizt.
Der Fall sorgt für Aufsehen, da der Profi trotz der Belehrung wieder ausreisen durfte. Die Militärpolizei hat offenbar keine weiteren Maßnahmen ergriffen. Die Hintergründe der Belehrung und mögliche Konsequenzen sind unklar.
Der Spieler steht im Fokus der Öffentlichkeit, da er als ehemaliger Rapid-Star und Millionär eine Vorbildfunktion haben könnte. Die FPÖ fordert Aufklärung über die Umstände der Behandlung.
Reaktionen und offene Fragen
Die Diskussion über den Fall wird auch in sozialen Medien geführt. Viele User äußern Unverständnis über die vermeintliche Sonderbehandlung. Die Militärpolizei hat sich bislang nicht zu den genauen Gründen der Belehrung geäußert.
Es bleibt abzuwarten, ob der Profi seinen Wehrdienst noch ableisten muss oder ob weitere rechtliche Schritte folgen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Handhabung der Wehrpflicht bei Doppelstaatsbürgern und Prominenten.
Die Bundesregierung plant eine Reform des Wehrdienstes, die jedoch noch nicht beschlossen ist. Der Vorfall könnte die Debatte über Wehrgerechtigkeit weiter befeuern.
Rapid Wien Militärpolizei Wehrdienstverweigerung Doppelstaatsbürger Sturm Graz FPÖ Österreich
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Rapid-Kapitänin Haupt: 'Das Derby-Kribbeln beginnt'Frauen-Bundesliga Derby: Rapid trifft erstmals auf Austria. Kapitänin Haupt spricht über Spannung, Ziele und die besondere Premiere am Sonntag.
Weiterlesen »
Kapitulation vor den Rapid-Ultras: Selbst das Frauen-Derby ist...Das erste Frauen-Derby zwischen Austria und Rapid entkommt dem Hass der Männer-Fanclubs nicht. Das schadet dem ganzen Sport – und trifft vor allem die eigenen Spielerinnen.
Weiterlesen »
Wiener Derby der Fußballerinnen: Austria gegen Rapid in der Generali ArenaAm Sonntag steigt das erste Wiener Derby der Fußballerinnen zwischen Austria und Rapid in der Generali Arena. Die Austria ist Favorit, Rapid will als Aufsteiger überraschen.
Weiterlesen »
'Zerrissen': So geht es mit dem Rapid-Ultras weiterRapid-Ultras: Nach Fetzn-Diebstahl in Venedig äußert sich die Fangruppe erstmals. Zukunft, Zusammenhalt und Reaktionen aus Fußball-Österreich.
Weiterlesen »
