Eine Kaltfront überquert in der kommenden Woche den Alpenraum, was zu einer Abkühlung und möglichen Niederschlägen führt. Zwar werden aktuelle Temperaturen als zu mild beschrieben, doch bis zu historischen Herbstrekorden bleibt es weit entfernt. Der Start der Woche bringt in Osttirol und Oberkärnten mehr Wolken, während Unterkärnten und die Südoststeiermark sonnig bleiben.
Von Donnerstag auf Freitag überquert eine Kaltfront den Alpenraum. Was das für die Steiermark, Kärnten und Osttirol bedeutet, erklärt ein Meteorologe. Seit Tagen liest man vom „ Wetter sturz“, der Österreich jetzt angeblich bevorstehen soll.
Auch das Wörtchen „Schnee“ geistert im Netz herum. Ist es in der kommenden Woche tatsächlich so weit?
„Als Wettersturz würde ich es nicht bezeichnen, aber es kommt ein Wetterumschwung“, sagt Meteorologe Alexander Hedenig von deram Sonntag. Doch bis es so weit ist, präsentiert sich der Herbst wie schon in den vergangenen Tagen von seiner spätsommerlichen Seite. Auch an diesem Wochenende. So wurden am Samstag in Mooslandl im steirischen Ennstal 24 Grad bei strahlendem Sonnenschein gemessen.
Auch in Kärnten - von Dellach/Drau bis nach St. Andrä/Lavanttal – hatte es verbreitet um die 20 Grad. Frischer waren da schon die Frühtemperaturen, etwa am Sonntag: In Weitenfeld in Kärnten hatte es null Grad, in Zeltweg in der Steiermark 0,7 Grad und in St. Jakob in Defereggen gar minus 0,1 Grad. Der Sonntagnachmittag verläuft überall wieder sehr mild. Hedenig: „Die Frühtemperaturen liegen aktuell etwas unter dem Durchschnitt, jene am Nachmittag über dem Durchschnitt.
“ Grund für die milden Herbsttemperaturen ist ein stabiles Hoch, das uns in den vergangenen Tagen begleitet hat. Es war bzw. ist um zwei bis drei Grad zu warm. Von neuen Temperaturrekorden Anfang Oktober sind aber sowohl Kärnten als auch die Steiermark noch entfernt. So wurden um diese Jahreszeit in Klagenfurt schon einmal knapp 27 Grad gemessen, in Bad Radkersburg waren es sogar 28 Grad.
Die neue Woche startet am Montag mit etwas mehr Bewölkung, eventuell auch ein wenig Niederschlag – vor allem von Osttirol über Oberkärnten bis in die westliche Obersteiermark. In Unterkärnten und der Südoststeiermark verläuft der Wochenbeginn recht sonnig. Dort, wo es mehr Wolken gibt, wird es ein bisschen kühler mit Temperaturen unter 20 Grad. Auch am Dienstag und Mittwoch bleibt es verbreitet recht mild.
Durch den Hochdruckeinfluss wird es auch wieder strahlend sonnig. Im Raum Unterkärnten erweist sich der Frühnebel, was typisch für den Herbst ist, allerdings als immer hartnäckiger. Teilweise hält er sich bis Mittag. Am Donnerstag kommt dann der Wetterumschwung.
In Klagenfurt und Graz erreichen die Temperaturen mit der Südwestströmung noch einmal über 20 Grad. Im Laufe des Tages ziehen aber immer mehr Wolken auf, auch Regenschauer sind möglich. Laut aktuellen Prognosen zieht dann vermutlich erst in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine Kaltfront über den gesamten Alpenraum. Es kann kurzzeitig kräftig regnen.
„Vor allem auf den Bergen ist die Abkühlung dann markant, von acht Grad auf 2000 Metern Seehöhe am Donnerstag auf minus drei Grad am Freitag“, prognostiziert Hedenig. In höheren Lagen auf über 1400 bzw. 1500 Meter Seehöhe wird dann tatsächlich auch Schnee ein Thema – beispielsweise im Bereich der Niederen Tauern. Der Freitag verläuft entlang der Alpennordseite bewölkt, im Süden Österreichs dürfte es mit dem Nordwind hingegen wieder auflockern. Die Temperaturen liegen aber nur mehr um die 15 Grad.
Auch das kommende Wochenende dürfte an der Alpensüdseite wieder freundlicher verlaufen. Die Prognosen sind diesbezüglich aber noch recht unsicher. Was hingegen sicher ist: Eine „Flucht“ vor dem Wetterumschwung in Österreich in Richtung Süden und die Obere Adria zahlt sich gegen Ende der neuen Woche nicht aus. Von Zadar bis Venedig und Triest wird es am Donnerstag und Freitag teils kräftig regnen.
Das herbstliche Badwetter mit Temperaturen um die 25 Grad ist dann vorbei. Immerhin ist auch an der Oberen Adria ab Samstag aus derzeitiger Sicht eine Wetterbesserung wieder in Sicht.
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