Der Extrem-Radsportler Max Riese ist bei einer Trainingsfahrt auf der Roßfeld-Panoramastraße tödlich verunglückt. Die Unfallursache ist noch nicht abschließend geklärt.
Der Ultra- Radsport ler Max Riese ist bei einer Trainingsfahrt auf der Roßfeld-Panoramastraße tödlich verunglückt. Der 36-Jährige hatte sich mit Rennen und Extremtouren international einen Namen gemacht.
Max Riese ist tot. Der 36-jährige Extrem-Radsportler verunglückte am Dienstagabend bei einer Trainingsfahrt auf der Roßfeld-Panoramastraße bei Berchtesgaden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei könnte er mit einem Hirsch oder anderem Rotwild kollidiert sein. Die genaue Unfallursache ist noch nicht abschließend geklärt.
Eine Autofahrerin entdeckte Riese gegen 20 Uhr regungslos auf der Straße und alarmierte die Rettungskräfte. Für den Sportler kam jedoch jede Hilfe zu spät. Laut den vorliegenden Berichten deuten Spuren an der Unfallstelle auf eine Kollision mit einem Wildtier hin. BILD berichtet unter Berufung auf die bisherigen Erkenntnisse der Polizei von einem vermutlich beteiligten Hirsch.
Zeugen soll es bislang nicht geben. Ein Sachverständiger soll bei der Rekonstruktion des Unfallhergangs helfen. Dass es sich bei dem Verunglückten um Max Riese handelt, wurde von seiner Partnerin und der Community „GravGrav“ öffentlich gemacht. Riese hatte sich in der internationalen Ultra-Radsport- und Bikepacking-Szene einen Namen gemacht.
Zu seinen Herausforderungen zählte das Silk Road Mountain Race in Kirgisistan. Die Strecke umfasst rund 2.000 Kilometer und etwa 30.000 Höhenmeter. Ende August kehrte Riese von seinem jüngsten Start in Kirgisistan zurück. Dabei erreichte er den zweiten Platz und bewältigte die Strecke in knapp neun Tagen.
Bereits im Mai gewann er das Hellenic Mountain Race in Griechenland. Zu seinen weiteren Touren gehörten Fahrten durch das Atlasgebirge, die Rocky Mountains, über die Alpen und quer durch Europa. Eine besonders außergewöhnliche Leistung gelang Riese 2025 am Salzburger Gaisberg. Bei einem Dreifach-Everesting fuhr er den Berg 95-mal hinauf.
Am Ende standen 26.553 Höhenmeter und 479,2 Kilometer auf dem Tacho. Riese benötigte dafür 37 Stunden, 37 Minuten und 43 Sekunden. Teile der Fahrt absolvierte er bei Regen und in völliger Dunkelheit. Auch innerhalb der Ultra-Radsport-Szene stießen seine Leistungen auf Anerkennung.
Der steirische Ultra-Radsportler Christoph Strasser würdigte ihn laut 5min.at. Riese war nicht nur als Sportler aktiv. Mit dem von ihm gegründeten „gravgrav Collective“ entwickelte er Bikepacking-Routen, organisierte Veranstaltungen und brachte Menschen aus der Szene zusammen. Die Community verabschiedete sich nach seinem Tod mit emotionalen Worten.
„Mit unendlich schwerem Herzen“ wurde der Tod des 36-Jährigen mitgeteilt. Sein Tod hinterlasse eine „unersetzliche Lücke“ bei gravgrav, in der Community und bei seiner Familie, seiner Partnerin Lisa und seinen engsten Weggefährten.
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