Manfred Kölly verzichtet auf Wahlanfechtung

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Manfred Kölly verzichtet auf Wahlanfechtung
Deutschkreutz, Hofer, Jürgen Hofer

Der LBL-Gemeindevorstand, Manfred Kölly, macht einen Rückzieher: Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Deutschkreutz ist damit endgültig fix.

Fünf Seiten lang war der Einspruch, gefehlt hätte nur noch die Unterschrift: Doch Manfred Kölly machte im letzten Moment einen Rückzieher. Die angekündigte Anfechtung der Bürgermeister wahl in Deutschkreutz ist damit vom Tisch.

Auslöser waren Kameras in den Wahllokalen. Kölly, der mit rund 27 Prozent hinter dem LBL-Mandatar will den Wählerwillen akzeptiere „Die Wahlen sind geschlagen“, betonte Kölly am Freitag. Er habe mit einer Stichwahl gerechnet, akzeptiere aber den Wählerwillen. Mehrere Bürger hätten ihn auf die Kameras aufmerksam gemacht.

Dadurch wäre es möglich gewesen, Wahlbewegungen nachzuvollziehen.

„Man darf nicht sehen, wer zur Wahl kommt und wer nicht“, so der LBL-Mandatar. Laut Kölly seien die Kameras zudem ohne Absprache montiert worden. Ihm gehe es nicht um seine Niederlage, sondern um einen ordnungsgemäßen Ablauf des Urnengangs. Von der Rechtmäßigkeit seines Einspruchs sei der LBL-Mandatar nach wie vor überzeugt und verweist auf Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes.

Trotzdem blieb das fünfseitige Schreiben am Ende ohne Unterschrift. Seine Begründung für den ungewöhnlichen Schritt: Er wolle der Bevölkerung einen neuerlichen und teuren Wahlkampf ersparen.

Zudem stehe 2027 ohnehin die nächste Wahl an. Auch persönlich habe der vergangene Wahlkampf Spuren hinterlassen. Seine Familie habe stark darunter gelitten, er selbst sei in sozialen Medien „verprügelt“ und mit gefälschten beziehungsweise parodierenden Videos konfrontiert worden. Bürgermeister Jürgen Hofer reagierte knapp auf Köllys Rückzieher: „Zu diesem Thema ist jeder Kommentar überflüssig.

“ Mit rund 52 Prozent habe er, wie das Ergebnis zeige, die Bevölkerung hinter sich. Hofer hatte auch stets betont, dass das Wahlergebnis nicht gefährdet gewesen sei. Ganz auf sich beruhen lassen will Kölly die Sache dennoch nicht. Er fordert von Hofer eine Entschuldigung wegen der Kameras.

Bis zur nächsten Gemeinderatswahl will er sich weiter für Deutschkreutz einsetzen. Eine neuerliche Kandidatur schließt er nicht aus. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.

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