Die W24-Umfrage zeigt: Rot-Pink hätte derzeit keine Mehrheit. Selbst zu dritt mit der ÖVP wird es eng. Ausgerechnet die Grünen werden für die SPÖ ...
Die W24-Umfrage zeigt: Rot-Pink hätte derzeit keine Mehrheit. Selbst zu dritt mit der ÖVP wird es eng. Ausgerechnet die Grünen werden für die SPÖ wieder zur Machtoption im Rathaus.
Für Bürgermeister Michael Ludwig und die Sozialdemokratie wird die Luft dünner. Bei der Sonntagsfrage des Instituts für Demoskopie & Datenanalyse für den Sender W24 liegt seine SPÖ nur noch bei 35 Prozent. Im Juni waren es 36 Prozent, bei der Wien-Wahl 2025 noch 39,4 Prozent. Dominik Nepps FPÖ steigt im Vergleich zum Juni von 25 auf 26 Prozent.
Der Abstand zwischen Rot und Blau ist damit auf neun Punkte geschrumpft. Meinungsforscher Christoph Haselmayer erklärt: „Der deutliche Gegenwind aus dem Bund zieht allerdings auch eine starke Landespartei wie die SPÖ Wien nach unten.
“Das eigentliche Problem für Ludwig liegt aber bei seinen möglichen Partnern. Die Neos, mit denen die SPÖ im Rathaus regiert, rutschen von neun auf sieben Prozent. Gemeinsam kämen Rot und Pink nur noch auf 42 Prozent. Die bisherige Koalition hätte nach diesen Umfragewerten keine Mehrheit mehr.
Selbst mit einem dritten Partner würde es eng: Die ÖVP verliert ebenfalls einen Punkt und liegt wie die Neos bei sieben Prozent. SPÖ, Neos und ÖVP bringen es zusammen auf 49 Prozent – im Juni waren es noch 53. Ob das für eine Mandatsmehrheit reicht, lässt sich aus einer Umfrage nicht sicher berechnen. Die 100 Sitze im Gemeinderat werden nach Wahlkreisen und Reststimmen verteilt.
Eine komfortable Mehrheit wäre ein solches Dreierbündnis jedenfalls nicht. Der deutliche Gegenwind aus dem Bund zieht allerdings auch eine starke Landespartei wie die SPÖ Wien nach unten. Bei der FPÖ zeigt sich der umgekehrte Effekt: Der Rückenwind aus dem Bund bringt sie auf 26 %, obwohl sich die Freiheitlichen im urbanen Raum deutlich schwerer tun als in ländlichen Regionen. Anders sieht die Rechnung mit den Grünen aus.
Judith Pühringers Partei legt von 17 auf 19 Prozent zu. Zusammen mit der SPÖ wären das 54 Prozent. Für Ludwig könnte damit ausgerechnet eine Neuauflage von Rot-Grün wieder zur naheliegenden Alternative werden. Die Kommunistische Partei Österreichs steht bei fünf Prozent, nach vier im Juni.
Damit liegt sie genau an jener Marke, die ihr den Einzug über die stadtweite Mandatsverteilung ermöglichen würde. Auch das kann die Rechnung im Gemeinderat verändern. Ludwig selbst bleibt stärker als seine Partei: Bei einer nur gedachten Direktwahl des Bürgermeisters käme er auf 44 Prozent.
Allerdings waren es im Juni noch 46. Nepp hält hier seine 26 Prozent. Die Grünen-Chefin Pühringer steigt von 15 auf 17 Prozent. Im Rathaus regieren Rot und Pink weiter mit 53 von 100 Mandaten.
Sollte sich dieser Trend bei einer Wahl bestätigen, wäre diese Mehrheit dahin. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.
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