Der Beitrag reflektiert die Bedeutung von Lesefähigkeiten für kritisches Denken und die Demokratie, während er gleichzeitig die finanziellen Herausforderungen der Mietpreise in Wiener Gründerzeithäusern analysiert. Dabei wird dargelegt, wie die niedrigen Richtwertmieten und steuerliche Belastungen Investitionen hemmen und zu einem Zwiespalt zwischen Altbauserhalt und Dachausbau führen.
Der Leitartikel spricht mir als Germanist aus der Seele; die Ursachen und Folgen von Leseschwächen verlangen jedoch eine genauere Betrachtung. Es gibt – auch ohne PISA, das ungleiche Schulsysteme vergleicht – längere Zeit genug Möglichkeiten, Probleme im sinnerfassenden Lesen zu erkennen: Lehrherren kennen die Lesefähigkeit ihrer Lehrlinge; Schüler scheitern an Klausuraufgaben aus Mathematik am Textverständnis; die Zentralmatura für Deutsch klammert Ganzschriften aus und passt sich degressiv an die bestehenden Lesefähigkeiten an.
Die Ergebnisse von KI muss man eigenständig und kritisch prüfen können; wer als Germanistikstudent dazu nicht in der Lage ist, sollte Alternativen im Berufsweg überlegen. Populistische Versprechungen einer einfachen heilen Welt leben von der mangelnden Fähigkeit, sie zu hinterfragen und kritisch zu denken. Das kritische Denken ist jedoch die Grundvoraussetzung für die eigenständige Teilnahme am demokratischen Leben; die Aufgabe der Medien ist es, Manipulation und Desinformation klar und verständlich zu benennen.
Als „Althäuser“ gelten Wiener Gründerzeithäuser, die vor dem Ende des II. Weltkrieges gebaut wurden. Sie unterliegen dem Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes und für sie sind die Mieten durch sog.
Richtwertmieten gedeckelt. Wien hat nach dem Burgenland die niedrigsten Richtwerte Österreichs. Diese reichen kaum, den Altbestand zu erhalten, geschweige denn für nötige Sanierungen. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Mieten steuerrechtlich als zusätzliches Einkommen des Hauseigentümers angesehen werden und der Einkommensteuer unterliegen.
Die ohnehin mageren Mieteingänge werden dadurch weiter geschmälert. Es ist also folgerichtig, wenn Hauseigentümer in solche Objekte nicht mehr investieren. Eine Kuriosität der Sonderklasse ist, dass Dachausbauten von Althäusern nicht dem alten Mietrecht unterliegen und für diese Zubauten marktgerechte Mieten verlangt werden können. Für ein und dasselbe Haus gilt also unterschiedliches Recht.
Solche Auf- oder Zubauten an Althäuser harmonieren oftmals nicht mit dem Bestand und stören das ästhetische Empfinden des Betrachters. Wenn also bereits in der Bevölkerung die Alarmglocken läuten, wäre es höchst an der Zeit, dass die SPÖ über ihre ideologischen Schatten springt und das Mietrecht für Altbauten den realen Notwendigkeiten anpasst, ehe es zu spät ist und manche Althäuser nur mehr auf Fotos existieren. Ja, die Welt ist heutzutage eine andere geworden.
Ein Netz voller Stacheln es schaffen, dass Wolf und Schaf friedlich nebeneinander leben. Warum haben die Wolfsbefürworter und EU noch immer nicht begriffen, dass der Wolf in weiser Voraussicht bereits Ende des 19. Jahrhunderts ausgerottet wurde? Man hat bereits damals die Probleme, vor denen wir jetzt stehen, erkannt.
Dabei hat es damals keine so dicht besiedelte Kulturlandschaft wie heute gegeben. Vergessen hat man allerdings, dass sich die Zahl der Wölfe auch alle drei Jahre verdoppelt. Der Wolf ist also keinesfalls vom Aussterben bedroht. Dennoch wird er durch die FHH-Verordnung der EU geschützt wie eine heilige Kuh.
Offensichtlich haben Wolfsbefürworter und Tierschützer auch nicht bedacht, dass sie mit ihrem Vorgehen im Widerspruch mit sich selbst sind, sind sie doch gegen Tierleid, das der Wolf aber auch verursacht. Wie viele Tiere werden alljährlich gerissen? Ich gönne Herrn Schaubach einen Erfolg mit seinem Schafsnetz. Ob es wirklich hilft, bleibt dahingestellt.
Auch der Kopf ist eine Angriffsfläche. Aber es gibt nicht nur Schafe, sondern auch andere Tiere, die dem Wolf ausgesetzt sind. Auf die bisher angedachten wahnwitzigen Ideen, wie die Almen einzuzäunen und was alles sonst noch angedacht wurde, will ich gar nicht eingehen. Was aber auf alle Fälle aufzuzeigen ist: dass mit der FFH-Verordnung ein Bürokratieaufwand und somit Kostenaufwand verbunden ist.
Geld spielt offensichtlich keine Rolle, wir haben es ja, allerdings nötig. Sie möchten auf einen Artikel reagieren, widersprechen, zustimmen oder einen Gedanken zur öffentlichen Debatte beisteuern? Dann ist ein Leserbrief der richtige Weg.
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