Eine aktuelle Studie des Österreichischen Bundesverlags Schulbuch (öbv) und der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) zeigt, dass Österreichs Lehrkräfte unter erheblichem psychischem Druck stehen, gleichzeitig aber eine hohe Lebenszufriedenheit und einen guten Gesundheitszustand angeben. Administrative Aufgaben, große Klassen und heterogene Lerngruppen werden als größte Belastungsfaktoren genannt. Die Forschung betont, dass Sinnfindung in der Arbeit und hohe Beanspruchung parallel existieren können, wobei die Erschöpfung im Tagesverlauf zunimmt. Das Selbstwirksamkeitsempfinden gilt als wichtigste Ressource.
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Solltest du nicht wissen, wie das funktioniert, werden dir folgende Links helfen: ine aktuelle Studie des Österreichischen Bundesverlags Schulbuch und der Johannes Kepler Universität Linz zeigt, dass Österreichs Lehrkräfte unter hohem Druck stehen. Gleichzeitig berichten viele von hoher Lebenszufriedenheit. Die Ergebnisse geben Einblick in Belastungen, Resilienz und Unterstützungsbedarf im Schulalltag. Lehrkräfte stehen in Österreich unter hohem Druck.
Das zeigt eine Studie des Österreichischen Bundesverlags Schulbuch in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität . Demnach fühlen sich 52 Prozent der befragten Lehrkräfte durch ihre Arbeit psychisch stark beansprucht, emotionale Erschöpfung gehört für viele zum Alltag. Als größte Belastungsfaktoren nennen sie administrative Aufgaben , große Klassen und den Umgang mit heterogenen Lerngruppen .
Trotz dieser Herausforderungen zeichnet die Studie ein differenziertes Bild. 71 Prozent der Lehrkräfte geben trotz Belastungen an, mit ihrem Leben zufrieden zu sein, 65 Prozent bewerten ihren Gesundheitszustand als gut.
„Unsere Daten zeigen, dass Zufriedenheit und hohe Beanspruchung im Lehrberuf kein Widerspruch sind“, sagt Bildungsforscher Christoph Helm von der JKU. „Viele Lehrkräfte erleben Sinn in ihrer Arbeit, stehen aber gleichzeitig unter erheblichem Druck. “ Im Tagesverlauf wird die Belastung jedoch deutlich spürbar. Der anfängliche Enthusiasmus nimmt ab, während die Erschöpfung steigt.
Rund drei Viertel der Lehrkräfte fühlen sich am Ende des Schultages deutlich erschöpfter als zu Beginn. Als wichtigste Ressource nennen 72 Prozent der Befragten ihr Selbstwirksamkeitsempfinden. Auch Stressbewältigungsstrategien , ein gesunder Lebensstil und kollegiale Unterstützung helfen, den Alltag zu bewältigen.
„Es ist beeindruckend, wie stark Lehrkräfte durch ihre persönliche Resilienz strukturelle Engpässe im Schulsystem ausgleichen“, betont öbv-Geschäftsführer Philipp Nussböck. „Das sollte aber nicht der Normalfall werden. “ Viele Lehrkräfte äußern zugleich klaren Unterstützungsbedarf. Besonders häufig werden Supervision und psychologische Begleitung genannt.
Auch kleinere Klassen, weniger Verwaltungsaufwand, mehr Unterstützungspersonal und eine bessere Entlohnung stehen auf der Wunschliste. Neben der eigenen Belastung beschäftigt Lehrkräfte zunehmend die psychische Gesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler. Rund die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass mindestens 40 Prozent der Jugendlichen betroffen sind.
„Mentale Gesundheit wird im Schulalltag durchaus thematisiert, jedoch oft unsystematisch“, so Helm. „Hier besteht klarer Handlungsbedarf. “ Als Hauptursachen werden Smartphones und soziale Medien genannt, 88 Prozent sehen darin einen relevanten Belastungsfaktor. Auch Leistungsdruck und mangelnde Unterstützung im Elternhaus spielen eine große Rolle. Viele Lehrkräfte reagieren mit eigenen Maßnahmen wie Entspannungsübungen, Gesprächen oder Strategietraining.
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