Eine Legalisierung von Drogen würde die Preise einstürzen lassen, hohe Steuereinnahmen bringen und der Mafia das Geschäft entziehen, argumentiert der Volkswirt Alexander Lehner in diesem Gastkommentar.
In einigen Ländern der Welt steht eine Legalisierung von sogenannten rekreativen Drogen - etwa Cannabis - bevor. Was aber bedeutet das für die Volkswirtschaft?
Kritiker haben anfangs vor explodierenden Nutzerzahlen gewarnt. Den solidesten Rechnungen nach führt die Legalisierung von Cannabis tatsächlich allerdings zu einem Anstieg von etwa 20 Prozent. Sofern diese Schätzungen annähernd stimmen, kann man ex-ante bereits von relativ geringen allgemeinen Auswirkungen ausgehen, da additive Effekte eine Folge von gestiegener Nutzung sind.
Es gibt klinisch erwiesene negative Effekte – genauso wie für Alkohol- und Tabakmissbrauch –, allerdings hat dies nur in geringem Ausmaß etwas mit der Legalisierungsdebatte zu tun, da der starke Konsumanstieg der letzten Jahre in der Illegalität stattfand. Gewinnerin ist auch die regionale Wirtschaft. Die Wertschöpfung findet nahezu ausschließlich lokal statt und es wurden daher zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen – teilweise in Regionen, die wirtschaftlich in den letzten Jahren stark zurückgefallen sind. Aktuellen Schätzungen nach arbeiten in der Cannabisindustrie derzeit über 400.
Jedoch bietet die US-Praxis auch Beispiele dafür, wie es nicht laufen sollte. In San Francisco haben Cannabisverkäufer erfolgreich lobbyiert und die Politik dazu gebracht, ein Verbot für neue Cannabisgeschäfte zu erlassen. Ihnen gefiel der wachsende Wettbewerb nicht. Das Resultat: Bestehende Geschäfte dürfen weiterverkaufen, doch die Gründung neuer Betriebe ist nun untersagt.
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