Der Marsch für Rosa Luxemburg hatte in diesem Jahr einen besonders aggressiven Charakter. Kultursenator Lederer erschien dennoch am Grab und distanzierte sich auch nicht von radikalen Parolen. Das hätte er sich nicht erlauben dürfen, meint Gunnar Schupelius.
Jedes Jahr am 15. Januar führt ein Gedenkmarsch vom Frankfurter Tor nach Friedrichsfelde in Lichtenberg. Dort auf dem Zentralfriedhof liegen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht begraben, die Gründer der Kommunistischen Partei Deutschlands . Beide wurden am 15. Januar 1919 von deutschen Soldaten ermordet.
An der Spitze des Marsches trugen sie ein großes rotes Transparent mit dem Konterfei von Wladimir Iljitsch Lenin vor sich her. Lenin putschte 1917 gegen die demokratische Regierung in Russland, befahl den politischen Massenmord und errichtete die Sowjet-Diktatur. Noch aggressiver waren die Sprechchöre aus den beteiligten Gruppen. Drei Beispiele: „Die Massen zum Gewehr, schafft den Sozialismus her.“ Das ist ein Aufruf zur Gewalt.
Drittens: „Mali, Donbass, Gaza Stadt, macht den Westen endlich platt.“ In Mali helfen europäische Soldaten der Regierung, den Umsturz durch die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ zu verhindern. In der Region Donbass entfesselte Russland den Krieg gegen die Ukraine und vom Gaza-Streifen aus wird Israel mit Raketen angegriffen.
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News:Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Klaus Lederer: „Können 75.000 neue Sozialwohnungen bauen“Klaus Lederer (Linke) verlangt ein Umsteuern in der Wohnungsbauförderung: Nur landeseigene Konzerne sollen Subventionen bekommen.
Weiterlesen »
Garnisonkirche: Stäblein befürwortet „Haus der Demokratie“In der Debatte um den umstrittenen Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdamm ist Landesbischof Christian Stäblein bereit, auf das historische Kirchenschiff zu verzichten. „Ich halte das 'Haus der Demokratie' für eine glänzende Idee“, sagte der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Garnisonkirche der Deutschen Presse-Agentur. Damit unterstützt Stäblein den von Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) ausgehandelten Kompromiss, neben dem bereits weitgehend fertiggestellten historischen Turm der Garnisonkirche an Stelle des Kirchenschiffs ein modernes Gebäude auch für das Stadtparlament zu errichten.
Weiterlesen »
Lederer nennt Aussage „bizarr“: Grüne und Linke gehen wegen Absage an Enteignungen auf Distanz zu GiffeyDie deutliche Absage der Regierenden Bürgermeisterin und SPD-Spitzenkandidatin FranziskaGiffey an Enteignungen großer Wohnungskonzerne stößt bei ihren Koalitionspartnern und innerhalb ihrer Partei auf Kritik. (T+)
Weiterlesen »