Kulinarische Nutzung von Wildtieren in Österreich erstrebte und geregelt

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Kulinarische Nutzung von Wildtieren in Österreich erstrebte und geregelt
Wildtiere, Schonzeiten, Gastronomie

In St. Gilgen zeigt das Atelier Fischer, welche heimischen Wildtiere unter bestimmten Bedingungen legal in der Gastronomie serviert werden dürfen. Der Artikel beleuchtet die Schonzeiten und Mindestmaße für Raubfischen, Murmeltiere, Steinböcke und Biber, sowie die besonderen Regelungen und Kontroversen um die kulinarische Verwertung des Bibers.

im Atelier Fischer in St. Gilgen zeigt: Nicht alles, was in heimischen Gewässern oder Bergen vorkommt, darf auch auf den Teller. Beim seltenen Fisch ist die Sache klar –unter bestimmten Voraussetzungen legal serviert werden.

Der große Raubfisch ist zwar ökologisch bedeutend, unterliegt aber Schonzeit und Mindestmaß. Entscheidend ist also, ob der Fang rechtmäßig war. Überraschender wird es an Land. Das Murmeltier ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv in den Bergen, sondern auch eine jagdbare Wildart.

Seine Schonzeit reicht vom 16. Oktober bis zum 15. August. In der übrigen Zeit kann es unter jagdrechtlichen Voraussetzungen erlegt werden.

Außerhalb von Freizonen braucht es dafür einen Abschussplan. Damit kann Murmeltier grundsätzlich auch als Wildbret in der Gastronomie auftauchen. Häufig ist das allerdings nicht. Für viele gilt das Tier eher als Symbol der Alpen als eine Speise.

Bekannt ist außerdem Murmeltierfett, das traditionell als Hausmittel verwendet wird. Auch Steinbock kann unter bestimmten Voraussetzungen legal angeboten werden. Seine Schonzeit läuft vom 16. Dezember bis zum 31.

Juli. StehtBeim Biber ist die Lage besonders heikel. Grundsätzlich gilt für ihn eine ganzjährige Schonzeit. In Salzburg gibt es derzeit aber definierte Maßnahmengebiete, in denen unter bestimmten Vorgaben Eingriffe erlaubt sind.

Möglich sind dort etwa Lebendfang mit anschließender Verbringung oder Tötung sowie Bejagung. Diese Regelung ist befristet und gilt nur in festgelegten Bereichen. Für Diskussionen sorgte im März 2025 Sternekoch Max Stiegl, der in sozialen Medien für die kulinarische Verwertung des Bibers warb. Der im Video gezeigte Biber war später aber kein echtes Tier, sondern ein Präparat.

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