Franz-Stefan Gady warnt vor einer schnellen Beendigung des Ukraine-Konflikts, betont die Bedeutung von Slowjansk und Kramatorsk sowie die Wetterbedingungen für die Verteidigung und betont die ärming Wirkung von westlicher Luftabwehr gegen russische Drohnen und Raketen. Er beschreibt Europa als 'kriegsähnlich' und warnt vor einem möglichen Konflikt mit einem NATO-Staat, der hauptsächlich aus der Luft geführt würde.
Militärexperte Franz-Stefan Gady spricht von einer für die Ukraine denkbaren, aber extrem unwahrscheinlichen schnellen Beendigung des Konflikts in der Ukraine. Bei einem Gespräch mit Angehörigen des Verbands der Auslandspresse sowie der Vereinigung der Europajournalisten präsentierte Gady seine aktuelle Einschätzung.
Ihm zufolge gibt es keine Anzeichen dafür, dass Präsident Putin eine Klärung des Krieges in naher Zukunft plant. Laut Gady bestimmen die beiden Städte Slowjansk und Kramatorsk im Donbass das weitere Vorgehen. Die Einnahme dieser wichtigen Zentren auf russischer Seite wäre ein sogenanntes Minimalziel, das nun die Weichen stellen solle, ob es zu formellen Friedensgesprächen kommt. Erst wenn diese Städte unter russische Kontrolle fallen oder zumindest kurz davor stehen, müsse eine Verhandlung aus russischer Sicht überhaupt in Betracht kommen.
Gady macht deutlich, dass die Ankunft der runden langgestreiften Drohnen und Ballistiker der russischen Armee zwar in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte gebracht hat, diese jedoch nicht genug sind, um die Verteidigung der Ukraine in der Region zu durchbrechen. Gady verweist auch auf die chronische Winterdynamik der Front. Die bevorstehende Herbst-Late-Winter-Witterung könnte laut Experten die Verteidigungsposition der Ukraine erheblich stärken. Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren, wird die Verteidigung begünstigt, da die Sicht auf Luftwaffenbewegungen eingeschränkt würde.
Entscheidend sei daher, ob die russische Armee bis dahin wenigstens die ersten Häuserreihen von Kramatorsk erreicht und dort einen temporären Stützpunkt errichtet hat. Sollten diese Städte bis später noch nicht besetzt sein, wird Gady von erheblichen logistischen Problemen bei ihrer Einnahme im Winter ausgehen. Neben der Bewertung der militärischen Kriegsführung deutet Gady auf geopolitische Messungen hin. Er hält die Stellung in Europa weiterhin für ein "kriegsähnliches" Klima, in dem weder ein offener Krieg existiert, noch eine vollständige Friedenssituation herrscht.
Er arbeitet aus der Präsenz einer möglichen Auseinandersetzung mit einem NATO-Staat. In diesem Szenario würde der Konflikt hauptsächlich aus der Luft geführt. Gady betont, dass die westlichen Atomwaffenstaaten weniger leistungsfähig seien, auf eine große Flut von Drohnen und Raketen zu reagieren. Damit könnte ein solcher Konflikt deutlich in das Ungleichgewicht geworfen werden.
Gady gründet seine Prognose auf mehreren Beobachtungen: Der ukrainische Militär zeigt im südlichen Donbass keine ernsthafte Gefahrenlage. Ihre Drohnenangriffe, die zwischen 30 und 100 Kilometer liegen, stoßen an ihre Grenzen, wenn sie gegen die russischen Ziele zeigen.
Außerdem hat die Armee im Verlauf des Jahres 2022 enorme Fortschritte bei Mittel- und Langstrecken-Drohnen, sowie bei Ballisteniern und Marschflugkörpern gemacht. Diese Fortschritte könnten die es russische Einsatzpotential erheblich verstärken. Die Aussage von Gady trifft an ein geopolitisches Umfeld, in dem die Fragen um die Jugoslawisch-Ukraine ein weiteres Thema sind.
Die Einschätzung bedingt in dem Maße dass Russland, die Ukraine und die NATO stets auf dem Radar der Konfliktanalyse der internationalen Community stehen und dass Regierungen auf dem geopolitischen Vorsprung nachhaltig zu handeln { } , als ru( )skraft zu agieren
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