Eine Bürgerinitiative in Floridsdorf setzt sich seit Jahren gegen den Plan der Stadt ein, im Donaufeld ein großes neues Stadtentwicklungsgebiet zu errichten. Sie argumentieren mit dem Schutz der Natur, der Wechselkröte und der fruchtbaren Böden, während die Stadt auf die Notwendigkeit der Urbanisierung pocht.
Seit Jahren liegt eine Bürgerinitiative im Clinch mit der Stadt. Der Grund: Ein neues Stadtentwicklung sgebiet am Donaufeld >> Nüchtern betrachtet, Teil I >> Die „Methode Comandantina“ bei Handyterror im CaféEs bleibt herbstlich.
In der Früh kommt die Übergangsjacke zum Einsatz. Am Nachmittag strahlt die Sonne und die Jacke ist plötzlich überflüssig. So soll’s sein. Kennen Sie das Donaufeld?
Zwischen der Alten Donau und dem Zentrum von Floridsdorf strecken sich Felder, dazwischen wuchert die Natur vor sich hin. Hier darf die Stadt noch ein bisschen Land sein, Kleingärten hier, Glashäuser da. Die Bürgerinitiative „Freies Donaufeld“ will, dass das auch so bleibt. Hier lebt etwa die streng geschützte Wechselkröte, der Ackerboden gilt als sehr fruchtbar und die grüne Freifläche würde die Umgebung entsprechend kühlen.
Für die Initiative alles Argumente, dass die Stadt von ihrem jahrzehntelangen Vorhaben, hier eines der größten Stadtentwicklungsgebiete zu errichten, ablassen und sich stattdessen auf ihren Leerstand konzentrieren soll. Aber so einfach ist das nicht. Ich habe Margit Spacek und Robert Alder von der Initiative getroffen und bin mit ihnen übers Donaufeld spaziert. Sofern Sie noch kein anderes Newsletterthema von uns abonniert haben, erhalten Sie nun einen Link an Ihre E-Mail Adresse, um Ihre Anmeldung zu bestätigen.
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Ein mitreißendes Panorama weiblicher Schaffenskraft von 1890 bis 1938 anhand elf exemplarischer Künstlerinnen, die ein großartiges Œuvre hinterließen – darunter Tina Blau, Helene Taussig, Madame d’Ora und Friedl Dicker-Brandeis – Malerei, Bildhauerei, Architektur und Fotografie zum Staunen und Genießen. In Floridsdorf soll in den nächsten Jahren eines der größten Stadtentwicklungsgebiete entstehen. Ein Spaziergang im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Wohnbau. Sein Fahrrad hat Robert Alder mitten auf dem Asphaltweg abgestellt wie eine kleine Straßensperre.
Ein grauer Kombi bremst, der Fahrer wedelt mit den Armen.
„Bitte, lasst’s mich durchfahren“, fleht er. „Fahrverbot“, schütteln Alder und seine Frau Margit Spacek den Kopf. Regelmäßig würden Autofahrer das Fahrverbot ignorieren und den Weg als Abkürzung missbrauchen.
Die beiden sind keine Streifenpolizisten oder Fahrrad-Aktivisten, ihnen geht es um die Sicherheit der hier ansässigenmit stark versiegelten Hitzeinseln, gleichzeitig werden dringend Wohnungen gebraucht – 35.000 bis 40.000 in den nächsten fünf Jahren, sagte Planungsdirektor Thomas Madreiter im Sommer zurDas Projekt Donaufeld ist auf mehrere Etappen aufgeteilt und auf einen Zeitraum von 20 Jahren angelegt. Baustart war 2024 am östlichen Teil des Geländes. Im August 2026 sind die ersten Mieterinnen und Mieter im Quartier „An der Schanze“ eingezogen.
Spacek und Alder sehen darin keine Investition in leistbaren Wohnraum, sondern eine achtlose Versiegelung wertvoller Natur. Seit 2020 machen sie und andere mit derDer Spaziergang führt uns zu Glashäusern, Selbsterntefeldern, gackernden Hühnern und viel Brache. Zu jeder Ecke könnten die beiden eine Anekdote erzählen, sie wohnen schon lange in der Gegend. Auf den Feldern haben sich ein paar wenige Häuser gehalten, „Widerständige“, nennt Robert Alder die Leute, die dort ausharren, und zwinkert.
Ein Einfamilienhaus duckt sich in den Schatten der Baustellen.zu umgehen. Tatsächlich braucht es dafür gewisse Schwellenwerte, etwa einen Bodenverbrauch von 15 Hektar. 2018 habe die Wiener Landesregierung festgestellt, dass für das östliche Donaufeld keine UVP benötigt wird, schreibt die MA 22 . Auch der geplante Schulcampus würde die nötigen Schwellenwerte nicht überschreiten.
„Weitere konkrete Bebauungsprojekte im Donaufeld sind uns derzeit nicht bekannt, sodass derzeit auch keine diesbezüglichen UVP-rechtlichen Aussagen getroffen werden können. “ Laut Umweltanwaltschaft ist eine UVP für den Naturschutz ohnehin nicht immer das richtige Mittel. „Ein reines Naturschutzverfahren ist da oft sinnvoller“, sagt.
Die UVP prüft die möglichen Auswirkungen von Großprojekten auf die Umwelt unter allen Gesichtspunkten, naturschutzrechtliche Verfahren konzentrieren sich ausschließlich auf den Natur- oder Artenschutz. 2020 hat der Wiener Wohnfonds um diese Bewilligung für das östliche Donaufeld angesucht und sie bekommen. Eine Farce, findet die Bürgerinitiative. Diese Bewilligung sieht auch Flächen für die Wechselkröte vor. Durch die Felder zieht sich ein Streifen Brache, mittendrin liegt ein kleines,.
Hier soll die Wechselkröte künftig laichen. Aber der Boden des Grünstreifens sei zu hart, der Teich als Laichhabitat der Wechselkröten nicht fachgerecht gewartet, findet Margit Spacek, als Zoologin vom Fach. Die Umweltanwaltschaft macht sich da weniger Sorgen: „Die Tierarten im Donaufeld sind relativ resilient. Diese Eingriffe haben irgendwann ein Ende, dann können sich die Arten wieder etablieren“, sagt Heger.
Den Kampf um das östliche Donaufeld hat die Bürgerinitiative weitgehend verloren. Also wollen sich die Aktivisten nun auf den Westen konzentrieren. Konkretes verrät die Stadt dazu noch nicht, die Planungsphase läuft. Alder stellt sein Fahrrad wieder mitten auf dem Asphaltweg ab, um sich zu verabschieden.
Keine zwei Minuten später steht wieder ein mit den Händen fuchtelnder Autofahrer vor ihm.
„Fahrverbot“, sagen Alder und Spacek wieder. Ans Aufgeben denken sie nicht.die Indie- und Alternative-Szene seit den 1990er-Jahren Nach ihrem Konzerthaus-Debüt im Juli 2024 mit einer Hommage an Bob Dylan kehrt die Indie-Ikone nun anlässlich des 20-jährigen Bestehens ihres legendären Albums »The Greatest«fahren. Sie brauchen dann eine Straßenzulassung, ein Kennzeichen und eine Versicherung. Wer fährt, braucht künftig auch einen Führerschein und einen Helm.
Diese Anforderungen sind laut ÖAMTC nicht realistisch für viele E-Mopeds. Die Polizei und die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt Wien kündigen ab Inkrafttreten Schwerpunktkontrollen an.in Wien kommen sechs neue dazu, etwa am Karlsplatz und auf der Donauinsel. Der Ausbau des Angebots erfolgt im Zuge der Kinder- und Jugendmillion. Unter-20-Jährige konnten dort ihre Ideen einbringen und die Projekte mit den meisten Stimmen wurden von der Stadt umgesetzt.
Alle legalen Wände sind mit einem Taubensymbol gekennzeichnet und im Stadtplan eingetragen.gilt weiterhin ein Badeverbot. Die Übeltäter? Wasservögel. Ihr Kot ließ die Werte für E.-coli-Bakterien und intestinale Enterokokken über den Grenzwert steigen.
Beides sind Darmbakterien, die auf Krankheitserreger hinweisen können. Die MA 45 prüft nun „geeignete Maßnahmen“ für die kommende Badesaison. Der Teich war zeitweise schon im Juni gesperrt wegen Cyanobakterien, auch als „Blaualgen“ bekannt. Die gefundenen Bakterien stellten sich damals als nicht gesundheitsschädlich heraus.
Seit über 30 Jahren erscheint im Falter die Kolumne „Nüchtern betrachtet“. Feuilletonist Klaus Nüchtern schreibt darin über alles, was ihn beschäftigt. Sprechen Blattkritiker über die Kolumne, heißt es oft: Nüchtern schaffe es jede Woche, Alltägliches lustig und spannend zu beschreiben. Und das immerhin seit mehreren Jahrzehnten.
Nun ist imDie Kulturtechniken, die mich gerade stark beschäftigen, sind das Lesen von Betriebsanleitungen, das Schnüren von Schuhen und das Braten von Spiegeleiern. Ich bin teleologischen Geschichtsauffassungen gegenüber skeptisch, würde die Möglichkeit von Fortschrittsgewinnen aber nicht in Bausch und Bogen verwerfen wollen. Menschen, die sich genau damit besonders dicke tun, weil sie vermeinen, dadurch einen Zuwachs an intellektueller Tiefe verbuchen zu können, würde ich raten, den kommenden Urlaub in der Postkutsche anzutreten oder ihre nächste Wurzelbehandlung ins 15.
Jahrhundert zu verlegen. Wesentlicher Bestandteil meines Verständnisses von Fortschritt ist das Verschwinden von Bedienungsanleitungen. Der sachgemäße Gebrauch technischer Geräte sollte selbsterklärend sein und Richtung Pensionistenhandy gehen. Auf meinen Geschirrspüler trifft das nicht zu.
Bei dem sieht schon das Display so aus, als wären zum Verständnis Keilschriftkenntnisse zumindest auf B2 Voraussetzung; und selbst wenn er mit bekannten Zeichen kommuniziert, fühlt sich das an, als müsste man mit der Bombe aus John Carpenters „Dark Star“ Konversation machen. Zum Glück gibt es Youtube, wo einem so kompetente Kräfte wie „Heimwerker M1 Molter“ erklären können, wie der Fehler E24 bei Geschirrspülern von Bosch und Siemens zu beheben ist .
Das sind Aufgaben, die – angeleitet von einem gut gemachten E24-Behebungsvideo – sogar Technovollhonks wie ich zu lösen vermögen. Pumpenförderrädchenfieseln verhält sich zu Schuheschnüren freilich in etwa so wie Dynamit- zu Fliegenfischen. Wobei man keinesfalls den Fehler begehen darf, das Schnüren der Schuhe mit dem Binden zu verwechseln. Eine Masche binden kann jedes Kindergartenkind, das nicht zu dick zum Bücken ist.
Einen Oxford oder Derby mit einer korrekten Parallelschnürung zu versehen, bei der ein Schuhbandende nicht eine halbe Handbreit länger aus dem letzten Loch hängt, hingegen mag zwar keine Raketenwissenschaft sein, ist meines Erachtens aber allenfalls wenige Nanometer von dieser entfernt. Auf die physikalische und psychische Herausforderung, die das Braten von Spiegeleiern darstellt, werde ich noch zu sprechen kommen.beschäftigt sich mit ihrer Verantwortung und Rolle als Räume gesellschaftlicher Teilhabe. Wie schauen neue Formen des Austausches in der Zukunft aus?
Vier Expert:innen-Panels diskutieren partizipative Demokratie sowie Ausstellungsformate, Inklusion, mentale Gesundheit und nachhaltige Zukunftsgestaltung in Kulturstätten. bildet seit einem Vierteljahrhundert das vielfältige Schaffen in den Bereichen Produkt-, Möbel-, Industrie-, Grafik- und experimentelles Design ab. Anlässlich des 25.
Jubiläums der Designwoche eröffnet das Mak die Ausstellung „Eine Stadt voller Plakate“. Die Festivalzentrale, wo Ausstellungen, Präsentation, Talks und vieles mehr passiert, liegt heuer allerdings in Hietzing. Erinnerungen aus einer Steinschale namens Denkarium ziehen? So funktioniert es nur bei Professor Dumbledore und Harry Potter.
Tatsächlich verändern sich unsere Erinnerungen im Lauf der Zeit. Gefühle formen sie, Suggestivfragen manipulieren sie. Was das etwa für Augenzeugenberichte bedeutet, erläutern die irischen Psychologinnen Ciara Greene und Gillian Murphy. Ihr Buch ist kein Ratgeber.
Stattdessen fokussiert dieser trocken formulierte Überblick auf Studien und Experimente sowie kleine Selbsttests. Kernaussage: Wir alle überschätzen unsere Wahrnehmungs-und Merkfähigkeit. Schubladendenken hilft uns, die Informationsflut zu managen. Mentale Verdauung ist wichtig, um das Wesentliche herauszufiltern.
Weil unsere Gedächtnisleistung im Alter abnimmt, werden wir damit empfänglicher für Falschinformationen. Liebe Frau Andrea, ich glaube, es ist schlimmer geworden. Das Lautsprechen am Handy. Besonders nervt es mich im Café.
Mein kleines Lieblingscafé in der Karmeliterhood ist schnuckelig und nett, hell und freundlich, und vor allem: Es hat supergutes WLAN. Klar, dass hier viele Studys sitzen mit ihren Laptops, und andere Freelancer. Und dann kommt es. Immer öfter und immer lauter.
Whatsapp-Konferenzen am Handy. Laute Kommunikation über irgendwas Superwichtiges. Der übliche Büroscheiß halt. Ich aber will hier in Ruhe chillen und lautlos lesen.
Was kann ich tun, wenn wer laut telefonieren? Alles Liebe Zosia Münz“, lautet die Kampagne der Öffi-Stadträtin Ulli Sima, unter anderem gegen rücksichtsloses Handyphonieren in Bim, Bus und U. Diese Kolumne hat sich bereits in14/08 und erst im November vergangenen Jahres mit den Lästigkeiten der akustischen Inkommodierung befasst. Wir wollen Handyschreiern nicht das Telefon aus der Hand schlagen. Kaffeehausgeschirr könnte zu Bruch gehen, Kinder verschreckt werden, Kellner ins Geschehen gezerrt.
Es gibt dennoch Methoden, dem Gequatsche wirksam zu begegnen. Die „Methode Vitasek“ kommt mit einer Handbewegung aus, die einen zurückdrehenden Lautstärkedrehknopf imitiert. Dazu ist Augenkontakt mit dem Lärmy nötig.empfiehlt, laut mitzusprechen. Das ist mitunter ganz lustig, enthemmt ungemein und führt irgendwann zum Zusammenbruch der gegnerischen Kommunikation.
„Methode Larry“ hat der US-Comedian Larry David in „Curb Your Enthusiasm“ eingeführt: das. Funktioniert bestens. Eine frische Variante arbeitet mit satirischer Überhöhung. Sprechen Sie den Lautsprecher mit sanfter Stimme an: „Entschuldigen Sie, werter Unbekannter, ich leide unter ‚Morbus Canterbury‘.
“ Jede andere erfundene psychische Kondition ist ebenfalls geeignet, das politisch Korrekte im Handyterroristen zu mobilisieren. Er oder sie wird augenblicklich verstummen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf!
Donaufeld Stadtentwicklung Bürgerinitiative Floridsdorf Umweltschutz
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