66 Prozent der Vorarlberger KMU blicken optimistisch nach vorne. Doch Bürokratie, Energiekosten und Unsicherheit belasten. Das zeigt die neue Studie.
Trotz hoher Kosten, Bürokratie und wirtschaftlicher Unsicherheit blicken 66 Prozent der Vorarlberg er KMU zuversichtlich nach vorne. Gleichzeitig wächst ein Thema besonders stark: künstliche Intelligenz. Vorarlberg s Klein- und Mittelunternehmen lassen sich von der schwierigen Wirtschaftslage nicht grundsätzlich entmutigen.
Laut der aktuellen KMU-Studie Vorarlberg von IMAS International im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen blicken 66 Prozent der befragten Unternehmen optimistisch auf die kommenden zwei bis drei Jahre. Das ist für Vorarlberg besonders relevant: Rund 25.600 Klein- und Mittelunternehmen mit 84.800 Beschäftigten bilden laut den vorgelegten Studieninformationen einen wesentlichen Teil der heimischen Wirtschaft.
Gleichzeitig zeichnet sich bei den Marktbedingungen eine leichte Entspannung ab. 55 Prozent der Betriebe geben an, dass sich ihr wirtschaftliches Umfeld in den vergangenen zwei bis drei Jahren verschlechtert habe. 2024 waren es noch 68 Prozent. 36 Prozent sehen eine vergleichbare Situation, neun Prozent eine Verbesserung. Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, sieht darin ein Zeichen für die Widerstandskraft der Unternehmen. Besonders positiv bewertet er, dass der Optimismus stabil geblieben sei und sechs von zehn Betrieben investieren wollen.
Die Liste der Herausforderungen bleibt dennoch lang. 91 Prozent der befragten KMU nennen das Ausmaß der bürokratischen Pflichten als Belastung. 88 Prozent verweisen auf weiter steigende Energiepreise, ebenso viele auf wirtschaftliche und politische Unsicherheiten. Kritisch fällt auch die Beurteilung des Wirtschaftsstandorts aus: Fast die Hälfte der befragten Vorarlberger KMU bewertet die Rahmenbedingungen für Unternehmen in Österreich schlechter als in anderen EU-Ländern. 77 Prozent empfinden das Ausmaß staatlicher Regulierungen und Vorschriften als zu stark.
Besonders deutlich verändert hat sich die Bedeutung künstlicher Intelligenz. 67 Prozent der Unternehmen erwarten, dass sie die Implementierung von KI in den kommenden zwei bis drei Jahren beschäftigen wird. 2024 waren es laut Studie lediglich 28 Prozent – ein Anstieg um 39 Prozentpunkte. Gleichzeitig sehen viele Unternehmen in neuen Technologien konkrete Chancen. 64 Prozent nennen Digitalisierung und Automatisierung als Potenzial, 60 Prozent Forschung und Entwicklung.
Auch Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle: 53 Prozent setzen Hoffnungen in Energieeffizienz und grüne Innovationen. 44 Prozent sehen Chancen bei Qualifikation und Verfügbarkeit von Fachkräften, 42 Prozent bei der Anpassung von Lieferketten. Die Bereitschaft, Geld in die weitere Entwicklung der Unternehmen zu stecken, bleibt hoch. 60 Prozent der Vorarlberger KMU planen laut Studie in den kommenden zwei bis drei Jahren Investitionen. Die Sparkassengruppe kündigt in diesem Zusammenhang ein Milliardenpaket für Investitionen in KI-gestützte Systeme und innovative Technologien an.
Die Finanzierung soll unter anderem für digitale Prozesse, modernisierte Produktionsanlagen, Automatisierung und datenbasierte Geschäftsmodelle zur Verfügung stehen. Jäger erklärte dazu: „Österreich darf beim technologischen Wandel nicht den Anschluss verlieren.
“ Mit dem Milliardenpaket wolle die Sparkassengruppe zusätzlichen finanziellen Spielraum für Investitionen in KI, Automatisierung und innovative Technik schaffen.
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