Keine versteckten Aufnahmen mehr: So will Meta mit der Brille „Luna“ Kritiker beruhigen

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Keine versteckten Aufnahmen mehr: So will Meta mit der Brille „Luna“ Kritiker beruhigen
Google Glass, Ki-Brille, Künstliche Intelligenz

Meta soll an einer neuen Smart Glasses namens „Luna“ arbeiten. Die KI-Brille kommt offenbar ohne Kamera aus und reagiert damit auf Datenschutzbedenken.

Nach Kritik an den Datenschutz risiken seiner smarten Brillen arbeitet Meta offenbar an einem neuen Modell. Die geplante „ Luna “ soll ohne Kamera auskommen, aber weiterhin über Künstliche Intelligenz und Sprachsteuerung verfügen.

Smarte Brillen können im Alltag praktisch sein. Sie ermöglichen etwa Sprachsteuerung und den Zugriff auf digitale Assistenten, bringen aber auch erhebliche Fragen zum Schutz der Privatsphäre mit sich. Metas bisherige Smart Glasses stehen deshalb immer wieder in der Kritik. Eine integrierte LED soll normalerweise anzeigen, wenn die Kamera aufnimmt.

Für Außenstehende ist dieses Licht jedoch nicht immer leicht zu erkennen. Zudem wurde berichtet, dass manche Nutzerinnen und Nutzer versucht haben, die Anzeige abzudecken. Meta reagierte darauf mit Software-Updates: Das System soll erkennen, wenn die LED manipuliert oder nach Beginn einer Aufnahme verdeckt wird. In diesem Fall wird die Kamera deaktiviert.

Wie das US-Medium „The Information“ bzw. der österreichische „Standard“ berichten, entwickelt Meta nun eine Smart Glass mit dem Namen „Luna“. Die Vorstellung könnte bereits bei der kommenden hauseigenen Entwicklerkonferenz Meta Connect erfolgen. Im Unterschied zu den bisherigen Modellen soll „Luna“ keine Kamera besitzen. Ausgestattet sein soll die Brille demnach mit sechs Mikrofonen für Aufnahmen und Kommunikation.

Über eine Taste am Brillenrahmen könnten Nutzerinnen und Nutzer zudem auf Meta AI zugreifen, Fragen stellen und Befehle erteilen. Mit einer kamerafreien Brille könnte Meta auf die anhaltende Skepsis gegenüber Kamerabrillen reagieren. Bereits Google musste vor rund 14 Jahren erfahren, wie schnell die Begeisterung für eine solche Technologie in Ablehnung umschlagen kann. Die damalige Google Glass verfügte über ein kleines Display und eine integrierte Kamera.

Nachdem Testpersonen die Brille im Alltag ausprobiert hatten, fühlten sich viele Menschen beobachtet. Einige Bars und Restaurants untersagten das Tragen der Brille. Der Begriff „Glasshole“ wurde zum Sinnbild für die Kritik an der Technologie. Eine kamerafreie Brille könnte jene Menschen ansprechen, die sich für KI-Funktionen interessieren, aber keine Kamera am eigenen Gesicht oder in ihrer Umgebung nutzen möchten.

Meta investiert weiterhin stark in Smart Glasses und andere KI-Geräte. Die Reality-Labs-Sparte des Konzerns schreibt jedoch hohe Verluste. Im vergangenen Quartal waren es laut dem Bericht rund vier Milliarden US-Dollar. Seit 2021 soll sich der Gesamtverlust auf mehr als 80 Milliarden Dollar belaufen.

Trotzdem setzt Meta offenbar weiter auf die Zukunft smarter Brillen. Mit „Luna“ könnte der Konzern nun ein Modell präsentieren, das weniger Datenschutzbedenken auslöst.

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