Keine blühende Zukunft ohne Erneuerbare Energien

Eva Tatschl-Unterberger Nachrichten

Keine blühende Zukunft ohne Erneuerbare Energien
Fortinet, Gröller, KNG-Kärnten Netz

Im Rahmen des Österreichs Energie Kongresses 2026 in der Wiener Hofburg teilten sämtliche Experten in ihren Vorträgen eine Meinung: Eine erfolgreiche ...

Im Rahmen des Österreich s Energie Kongresses 2026 in der Wiener Hofburg teilten sämtliche Experten in ihren Vorträgen eine Meinung: Eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft ist nur mit dem Ausbau von Erneuerbaren Energien möglich.

Es war ein würdiger Rahmen für den Österreich Energie Kongress 2026: Die Wiener Hofburg beheimatete für zwei Tage rund 800 Fachleute, Politiker und Experten im Bereich der E-Wirtschaft. In einem Punkt waren sich alle einig: Die wirtschaftliche Zukunft in Österreich hängt zum großen Teil von leistbarer Energie ab. Dass diese unter anderem durch den Ausbau von Erneuerbarer Energie zu erreichen ist, steht außer Zweifel. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer dazu: „Energie steht ganz oben auf der Agenda der Bundesregierung.

Wer Energie kontrolliert, kontrolliert am Ende des Tages auch den Wohlstand. Wenn wir miteinander das gemeinsame Ziel haben, dass dieses Land wieder wettbewerbsfähiger wird, dann ist es vor allem Frage der Energieversorgung, die darüber entscheidet, welches Land die Nase vorn hat.

“Damit Haushalte und Unternehmen von Erneuerbarer Energie profitieren und zugleich die Versorgung sicher bleibt, braucht es aber außerdem leistungsfähige Netze, Speicher und eine engere Abstimmung zwischen Erzeugung und Verbrauch. Gerade die Investitionen in ein starkes und stabiles Stromnetz stellt eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre dar. Michael Baminger, neuer Präsident von Oesterreichs Energie und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betonten die Wichtigkeit von leistbarer Energie für die Wirtschaft. Um das Stromnetz zu schonen, sind Energiegemeinschaften eine gute Lösung.

Eva Tatschl-Unterberger, Geschäftsführerin der KNG-Kärnten Netz, verwies darauf, dass Energiegemeinschaften das Netz vor allem dann entlasten, wenn Erzeugung und Verbrauch räumlich und zeitlich zusammenpassen. Energiegemeinschaften könnten zudem das Verständnis für das Stromsystem und den notwendigen Netzausbau stärken. Bei den Netztarifen müsse jedoch auf die Verteilung der Kosten geachtet werden: „Anreize könnten zwar sinnvoll sein, die dadurch fehlenden Einnahmen, werden letztlich aber von den übrigen Netznutzern mitgetragen.

“Heiß diskutiert wurden auch die Chancen und Gefahren von Künstlicher Intelligenz im Energiesystem. „KI kostet uns nicht nur etwas, sondern kann uns auch etwas bringen“, meint etwa Wolfgang Gröller von Fortinet. Er zeigte auf, dass durch Sensorik und KI-gestützte Netzführung rund 175 GW Potenzial im Netz abgerufen werden können. Gröller gab aber auch zu bedenken, dass das Thema Cybersicherheit von Beginn an mitgedacht werden müsse.

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