Karl Lagerfeld verschwieg laut Vertrauter seine Krebserkrankung

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Karl Lagerfeld verschwieg laut Vertrauter seine Krebserkrankung
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Virginie Viard berichtet über Karl Lagerfelds letzte Jahre. Der Designer soll seine Krebserkrankung lange geheim gehalten und stark abgebaut haben.

Virginie Viard arbeitete rund 30 Jahre an der Seite von Karl Lagerfeld und wurde nach seinem Tod 2019 seine Nachfolgerin als künstlerische Leiterin von Chanel.

In ihrer neuen Autobiografie „Un regard. Une vie chez Chanel“ erinnert sie sich an die letzten Monate des Modeschöpfers.

„Er kam im Rollstuhl, konnte kaum noch sprechen“, schreibt Viard über Lagerfelds letzte Lebensphase. Auszüge aus ihren Erinnerungen wurden Ende September von „Vanity Fair“ veröffentlicht. Darin schildert Viard unter anderem Lagerfelds gesundheitliche Probleme und Krankenhausaufenthalte. Nach Viards Darstellung kämpfte Lagerfeld seit 2015 gegen Prostatakrebs.

Seine Erkrankung habe er nach außen weitgehend verborgen. Sein letzter Lebensgefährte Sébastien Jondeau sei laut Viard der Einzige gewesen, der von der Krebsdiagnose gewusst habe. Selbst einen Gehstock habe Lagerfeld demnach als Teil seines auffälligen Stils eingesetzt. Wie sehr seine körperlichen Beschwerden zunahmen, beschreibt Viard anhand einer Veranstaltung von Chanel in Havanna.

Lagerfeld musste dort mehrere Stockwerke eines alten Gebäudes bewältigen. Auf seine Beschwerden habe er gesagt: „Es sind nur meine Füße, die schmerzen.

“ Viard habe ihm anschließend mit Blasenpflastern geholfen. Am nächsten Tag habe Lagerfeld dennoch mit seiner Muse Vanessa Paradis getanzt. Viard berichtet außerdem von einem erheblichen Gewichtsverlust des Designers. Demnach verlor Lagerfeld innerhalb eines Jahres mehr als 40 Kilogramm.

Während dieser Zeit bereitete Viard ihm nach eigener Darstellung kleine proteinreiche Portionen zu. Auch dabei habe Lagerfeld auf ungewöhnliche Details Wert gelegt. Er habe Frankfurter Würstchen mit Weißwein bestellt, von dem er laut Viards Erinnerung allerdings nur „drei Tropfen“ getrunken habe. Viard beschreibt ihre jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Lagerfeld als besonders eng.

Er lieferte demnach Zeichnungen und Ideen, die sie gemeinsam mit den Teams in den Ateliers umsetzte. In ihrem Buch bezeichnet sie beide als „großartiges kreatives Paar“. Verbunden gewesen seien sie zudem durch gegenseitige Bewunderung und eine „unausgesprochene Abhängigkeit“. Nach Lagerfelds Tod habe ihr laut Viard zunächst ein wichtiger Gesprächspartner gefehlt.

„Ich hätte mir wahrscheinlich einen Partner suchen sollen, jemanden zum Reden“, schreibt sie. „Aber ich hatte niemanden, während Karl mich hatte. “

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