Italienische Ermittler decken internationales Kindermissbrauchsnetzwerk auf

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Italienische Ermittler decken internationales Kindermissbrauchsnetzwerk auf
Kindermissbrauch, Telegram, Internationales Netzwerk

Nach jahrelanger Untersuchung wurden 17 Personen festgenommen; das Netzwerk, betrieben über Telegram, hatte mehr als 1000 Mitglieder aus 98 Ländern und umfasst 22.000 Videos sowie 34.000 Bilder von Kindesmissbrauch.

Italienische Ermittler haben nach jahrelangen Untersuchungen ein international organisiertes Kindermissbrauch snetzwerk aufgedeckt. 17 Menschen wurden festgenommen, darunter die mutmaßlichen Betreiber der über Telegram geführten Gruppierung. Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen zufolge soll das Netzwerk mehr als 1000 Nutzer gehabt haben und laut dem römischen Staatsanwalt Francesco Lo Voi „wie ein multinationales Unternehmen“ organisiert gewesen sein.

Die italienische Staatsanwaltschaft gab am Donnerstag die Festnahmen bekannt. Bei den Ermittlungen stellten die Behörden bisher rund 283 Gigabyte an illegalem Material sicher. Darunter befanden sich mehr als 22.000 Videos und 34.000 Fotos von Kindern. Einige der abgebildeten Kinder sollen erst vier Jahre alt gewesen sein.

Gewalt, Missbrauch und Mobbing sind nie normal – und niemand muss das allein lösen. Die folgenden Stellen beraten kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym: Betroffene, Eltern und Bezugspersonen, aber auch Menschen, die nur einen Verdacht haben. Beratung bei sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt, Vernachlässigung, Cybermobbing sowie bei Verdachtsfällen. Inklusive Begleitung bei Anzeige und Gerichtsverfahren.

Informiert und berät Kinder und Jugendliche vertraulich, anonym und kostenlos – auch bei rechtlichen Fragen, Stress mit den Eltern oder Problemen mit Behörden. Voranmeldung. Für Mädchen*, junge Frauen*, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Jugendliche sowie deren Bezugspersonen in den Bezirken Bregenz, Dornbirn und Bludenz. Anonym, vertraulich, kostenlos.

Hilfe und Schutz bei häuslicher Gewalt – körperlich, sexuell oder psychisch – auch für Kinder, die Gewalt in der Familie miterleben. Die Ermittler stießen auf Nutzerkonten mit Verbindungen zu 98 Ländern. Die entsprechenden Informationen seien an ausländische Behörden weitergeleitet worden. Auch außerhalb Italiens kam es laut Staatsanwaltschaft zu Festnahmen.

Betrieben wurde das Netzwerk den Angaben zufolge von vier Italienern und einem Schweizer. Ein verdeckt arbeitender Beamter verschaffte sich Zugang zu der Gruppierung und wurde schließlich zum Administrator ernannt. Dadurch konnte er die Inhalte und die Kommunikation innerhalb des Netzwerks einsehen. Mitglieder mussten für den Zugang bis zu knapp acht Euro bezahlen.

Die Beträge wurden als „Spenden“ bezeichnet und in Kryptowährung überwiesen. Alternativ mussten Nutzer neues Material bereitstellen.

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