Italien treibt Aufbau von Abschiebezentren voran

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Italien treibt Aufbau von Abschiebezentren voran
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Auch in Bozen und Trient sollen Einrichtungen entstehen. Die italienische Regierung will bis Ende 2026 10.000 Menschen in ihre Herkunftsländer zurückführen.

Auch in Bozen und Trient sollen Einrichtungen entstehen. Die italienische Regierung will bis Ende 2026 10.000 Menschen in ihre Herkunftsländer zurückführen. Italiens Rechtsregierung treibt den Aufbau der Abschiebezentren voran.

Im Parlament kündigte Innenminister Matteo Piantedosi an, dass bis Ende 2026 insgesamt 10.000 Menschen in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden sollen. Dafür sollen sechs neue Zentren entstehen: zwei in Trentino-Südtirol sowie jeweils eines in Kalabrien, Kampanien, der Emilia-Romagna und der Toskana. Bisher wurden bereits rund 6.500 Personen abgeschoben. Die neuen Abschiebezentren sollen zu den zehn bereits bestehenden Einrichtungen in Italien und den beiden in Albanien hinzukommen.

Zudem sollen kurzfristig weitere 106 Plätze in bestehenden Einrichtungen geschaffen werden, teilte der Innenminister mit. Allerdings gibt es insbesondere in den von Mitte-links-Parteien regierten Regionen Kampanien, Emilia-Romagna und der Toskana Widerstand gegen die Pläne. In der Toskana kritisierten Regionalpräsident Eugenio Giani das Vorhaben. Giani bezeichnete die CPR als ungeeignet für eine effektive Durchführung von Rückführungen.

Der Innenminister hat die konkreten Standorte noch nicht offiziell bestätigt. Nach bisherigen Gesprächen mit den Kommunen könnten die neuen Zentren in Castel Volturno in Kampanien, Bologna beziehungsweise Ozzano in der Emilia-Romagna, Aulla in der Toskana, Crotone in Kalabrien sowie in Trient und Bozen entstehen. 22.657 Migranten sind in diesem Jahr nach Seefahrten über das Mittelmeer in Italien eingetroffen, teilte das italienische Innenministerium mit. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es mehr als doppelt so viel - 50.091 Personen.

Die meisten 2026 eingetroffenen Migranten stammen aus Bangladesch, Algerien, Somalia und Sudan.

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