In dieser Live-Folge der Vienna Design Week diskutieren die Hosts über den Reiz von Backrooms und Liminal Spaces, den Einfluss von Wohn-Shows auf den Zeitgeist und die Bedeutung von Corporate Identity. Zudem wird die Entwicklung des Brandings von Pionieren wie Peter Behrens bis hin zu modernen Marken wie Apple und sogar Brot analysiert.
Podcast: Unheimliche Räume, Wohnen wie die Stars und braucht Brot eine Corporate Identity ? Diesmal in „Ist das jetzt ein Ding?
“, live aufgenommen im Rahmen der Vienna Design Week: Über den unheimlichen Reiz von Backrooms und Liminal Spaces, wie Wohn-Shows den Zeitgeist prägen – und was macht gutes Brand Design aus? Plus: Eine Servicefrage von Vienna Design Week-Direktor Gabriel Roland. Liminal Spaces, Celebrity-Wohnungen, Markengestaltung, Riesensofas, der neue E-Ferrari und vieles mehr in der neuen Folge von „Ist das jetzt ein Ding?
“Collage: Christine Pichler Fotos: Ferrari, Martin Auer, Objekte unserer Tage, Taschen Verlag, Vienna Design Week, Arthur Arbesser, Lumeable, Constantin Film. , dem Harry Glück-Hochhaus am Hietzinger Kai 101 im 13. Wiener Bezirk, und starten interaktiv mit ihrem Publikum in die Aufwärmrunde „Ding oder Unding“. Zur Abstimmung stehen, dem Event entsprechend, besondere Interior- und Designobjekte: Der neue E-Ferrari „Luce“, eine kabellose Leuchte von Lumeable und Riesensofas.
Jeder erkennt Cola-Dosen an ihrer roten Farbe und Mannerschnitten an ihrer geschwungenen Schrift: Eine Welt ohne Brand Design? Unvorstellbar. Und das nicht erst seit gestern. Spätestens mit dem industriellen Zeitalter ist Markenbildung zur Notwendigkeit geworden.
Und auch die Funktion des Art Directors gibt es schon seit der letzten Jahrhundertwende. Der deutsche Gestalter Peter Behrens leistete in dieser Hinsicht Pionierarbeit beim Elektrounternehmen AEG. Jedes Jahrzehnt hat seine Brands: Von Pan Am über IBM und MTV zu Apple oder Instagram. Heute bekommt sogar Brot eine extravagante Aufmachung.
Die Hosts unternehmen einen Ausflug in die Geschichte des Branding und werfen einen Blick auf dessen Status quo. Liminal Spaces sind kein neues Phänomen, Horrorfilme wie „Backrooms“ und „Exit 8“ haben die Faszination um das unheimliche Internet-Phänomen rund um verlassene Orte und surreale Zwischenräume aber neu entfacht.
Passenderweise geht auch die VDW-Festivalzentrale als Backroom durch: Ein einst belebter Ort, der nun größtenteils leer steht. Flackernde Neonleuchten, fleckige Teppichböden, einsame Blumenkästen und seltsame Hinterlassenschaften der einstigen Nutzer machen den Grusel perfekt. Die Hosts fragen sich, was hinter dem Trend steckt, was genau den Reiz dieser Räume ausmacht und wovor sie selbst sich fürchten, wenn es dunkel und menschenleer wird.
Die Begeisterung dafür, einen Blick durch das Schlüsselloch fremder Wohnräume zu werfen, ist vermutlich fast so alt wie der Mensch selbst. Mit dem Aufkommen des „Home Story“-Formats, gedruckt und als Bewegtbild, wurden diese exklusiven Einblicke zu einem eigenen Genre. Heute sind es Roomtours in den Sozialen Medien und Video-Formate wie „Architectural Digest Open Door“, die etwa auf YouTube Millionen Klicks erzielen.
Vor allem Celebrities wie Dakota Johnson, Kim Kardashian oder Madonna zeigen dort, wie sie wohnen, sind wohl manchmal aber selbst überrascht, was die Innenarchitektin sich vorab für den Besuch der renommierten „AD“ ausgedacht hat. Vorläufer-Formate wie „MTV Cribs“ waren ebenso reichweitenstark und mitunter skurril. Später kamen Wohn-Shows wie „Einsatz in vier Wänden“ mit Deko-Queen Tine Wittler oder Ausmist-Superstar Marie Kondo ins Spiel. Sie alle prägten und spiegeln ein Stück Zeitgeist.
Warum sind Home-Stories aber so beliebt? Die Servicefrage zum Schluss kommt diesmal von VDW-Direktor Gabriel Roland: Mustermix ist auf den Laufstegen der Modehäuser ebenso präsent wie in Innenräumen. Auch die Festivalkampagne der diesjährigen Vienna Design Week setzt auf eine schrille Muster-Collage. Gabriel Roland sucht Rat, wenn es um die Do’s and Don’ts in Sachen Mustermischen geht.
Wie immer geben die Hosts alles, um ihren Service-Auftrag zu erfüllen.
„Ist das jetzt ein Ding? “ – alle 14 Tage geht es im Lifestyle-Podcast der Tageszeitung „Die Presse“ und ihres Supplements „Schaufenster“ um aktuelle Stilfragen. Über diese unterhalten sich Valerie Zehethofer, Stil- und Designredakteurin aus dem „Schaufenster“-Magazin, Eva Dinnewitzer, Popkultur-Expertin im „Presse“-Feuilleton, und Daniel Kalt, Modejournalist und „Schaufenster“-Chefredakteur.
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