Nachdem ein Telefonat zwischen Benjamin Netanyahu und Donald Trump völlig aus dem Ruder gelaufen war, hat sich nun der republikanische Abgeordnete ...
Nachdem ein Telefonat zwischen Benjamin Netanyahu und Donald Trump völlig aus dem Ruder gelaufen war, hat sich nun der republikanische Abgeordnete Thomas Massie zu Wort gemeldet und schwere Geschütze gegen Israel aufgefahren.
In einem Social-Media-Posting verwendet Massie Formulierungen, die deutlicher nicht sein könnten. Ausgerechnet Massie, der sich mit seinem Parteifreund Trump wegen der vehementen Forderung nach der Freigabe der Epstein-Akten 2025, aber auch mehrerer anderer massiver Meinungsverschiedenheiten in die Haare geriet, scheint nun auf einer Linie mit dem US-Präsidenten zu sein. Netanyahu wegen Angriffsbefehlen auf Libanons Hauptstadt Beirut im Libanon „verrückt“ und „undankbar“, ohne ihn würde Israels Ministerpräsident außerdem schon längst im Gefängnis sitzen. Die ganze Welt würde inzwischen Israel hassen.
Auch Massie ist nicht einverstanden mit der Vorgehensweise Israels im Nahostkonflikt. In einem geharnischten Social-Media-Posting geht der Abgeordnete aus Kentucky zwar nicht direkt auf Netanyahu los, aber auf Israel an sich. Man müsse nur die Auslandshilfe einen Monat lang zurückhalten und schon würde man aufhören, „die Nachbarn zu bombardieren“.
Bald darauf würde Frieden einkehren, „die Straße von Hormuz kann geöffnet werden und der Benzinpreis sinkt um zwei Dollar pro Gallone“, schreibt der 55-Jährige auf X. Der Eintrag endet mit den drastischen Worten: „Israel war und bleibt der größte Sozialhilfeempfänger der amerikanischen Steuerzahler.
“Am Montag hatte Trump ein Ende der Kämpfe im Libanon angekündigt. Netanyahu wiederum sagte, dass er Trump mitgeteilt habe, dass Israel wieder „Terrorziele“ in Beirut angreifen werde, sollte die Hisbollah ihre Attacken nicht einstellen. Parallel dazu werde Israels Armee ihren Einsatz im Südlibanon wie geplant fortsetzen. Von einer Waffenruhe war keine Rede.
Daraufhin kam es zu jenem hitzigen Telefonat, in dem Trump die Beherrschung verlor und Netanyahu beleidigte. Netanyahu sei „verrückt“ und „undankbar“, sagte er in Bezug auf die Eskalation im Libanon. Es sollen laut Ohrenzeugen auch weitere Kraftausdrücke gefallen sein. Dies bestätigt auch das Nachrichtenportal „Axios“ sowie der US-Sender CNN.
Die Lage im Libanon bleibt unterdessen angespannt. Am Mittwoch sollen die politischen Gespräche zwischen Vertretern Israels und des Libanons in der US-Hauptstadt Washington fortgesetzt werden. Libanons Regierung ist selbst keine Konfliktpartei. Die pro-iranische Hisbollah lehnt Verhandlungen mit Israel aber ab.
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