Gewerkschafter Beppo Muchitsch stellt in einer internen Präsentation die Glaubwürdigkeit und Wählbarkeit von SPÖ-Chef Andreas Babler infrage. Er spricht von Vertrauensverlust und fordert eine personelle Neuausrichtung der Partei, um die Wahlaussichten 2029 zu verbessern.
Eine interne Präsentation von Beppo Muchitsch sorgt in der SPÖ für Wirbel. Darin heißt es, Parteichef Andreas Babler sei"für viele nicht wählbar". Neue Unruhe bei den Sozialdemokraten: Eine interne Präsentation des Gewerkschafters Beppo Muchitsch zeigt, wie kritisch die Lage der SPÖ innerhalb der eigenen Reihen gesehen wird.
In den Anfang September präsentierten Unterlagen ist von Vertrauensverlust und einer"personellen Neuausrichtung" die Rede – das berichtet die"Kronen Zeitung". Muchitsch hielt am 8. September vor der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter in der Gewerkschaft Bau-Holz einen politischen Bericht. Dabei beschäftigte er sich unter anderem mit Umfragen und der Situation der SPÖ.
Auf den Folien findet sich die Einschätzung:"Die SPÖ leidet an Vertrauensverlust". Gleichzeitig wird FPÖ, ÖVP und NEOS vorgeworfen, den Sozialstaat abzubauen -"mehr Privat, weniger Staat", heißt es in dem Bericht. Besonders deutlich wird die Analyse laut"Krone" bei den möglichen Folgen für die Sozialdemokraten:"Die Menschen hören uns nicht mehr zu. Babler für viele nicht wählbar.
Themen somit zweitrangig". Anschließend stellt die Präsentation die Frage"Was ist zu tun?
". Genannt werden bessere Kommunikation, weniger und konkretere Themen, ein Zukunftsbild sowie eine"personelle Neuausrichtung", berichtet die Tageszeitung.
"Bei den internen Beratungen geht es natürlich um die Frage, wie wir 2029 die Wahl gewinnen. Ehrliche Diskussionen ohne Tabus über Inhalte und Personen sind dabei Gegenstand – nichts Ungewöhnliches, ein Prozess, der in jeder Partei stattfindet", erklärt er gegenüber der"Kronen Zeitung". Babler polarisiere und sei mit seinem politischen Kurs für Andersdenkende"nicht wählbar", so Muchitsch. Als wesentlichen Grund dafür, die SPÖ nicht zu wählen, nennt der Gewerkschafter allerdings auch das öffentliche Erscheinungsbild der Partei. Problematisch sei demnach, wenn sich Sozialdemokraten öffentlich"gegenseitig etwas ausrichten".
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