Insomnie kann auf Gesundheitsrisiken hinweisen

European Academy Of Neurology Nachrichten

Insomnie kann auf Gesundheitsrisiken hinweisen
Meduni Wien, Stefan Seidel

Schlaflosigkeit (Insomnie) ist nicht nur mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit am Tag verbunden, sondern kann auch ein Hinweis auf höhere ...

Schlaflosigkeit ist nicht nur mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit am Tag verbunden, sondern kann auch ein Hinweis auf höhere Gesundheitsrisiken sein. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie, an der sich die MedUni Wien beteiligt hat.

Für die Untersuchung fasste das Forschungsteam der European Academy of Neurology bisherige Studien zu Demenz, Schlaganfall, Depression, suizidalem Verhalten, Sterblichkeit, Arbeitsunfällen und Krankenhausaufnahmen zusammen. Zudem wurden neue systematische Reviews zu Schlaganfall, Arbeitsunfällen und Kranenhausaufnahmen durchgeführt. Eines der Ergebnisse: Schlaflosigkeit ist demnach mit einem um 26 Prozent höheren Schlaganfallrisiko verbunden. Für diese Analyse wurden Daten von mehr als 1,3 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern berücksichtigt.

Menschen mit Insomnie haben außerdem ein um 28 Prozent höheres Risiko, in ein Krankenhaus zu kommen. Auch bei der Gehirn- und psychischen Gesundheit zeigten sich Zusammenhänge, insbesondere bei der Alzheimer-Krankheit, mit Depression und suizidalem Verhalten. Die Ergebnisse waren aber nicht immer einheitlich. Sie würden auch keine direkte ursächliche Wirkung der Schlaflosigkeit belegen, heißt es in der Studie, die im Fachjournal Sleep Medicine Reviews veröffentlicht wurde.

So würden etwa Unterschiede bei der Definition von Insomnie und mögliche Einflussfaktoren wie die Einnahme von Schlafmedikamenten die Aussagekraft einschränken. Allerdings sollte Insomnie ein Warnhinweis in Bezug auf Gehirngesundheit und psychische Gesundheit sein.

„Wir sollten das Bewusstsein für Insomnie und ihre Behandlung stärken und dafür sorgen, dass Schlaf auch in Programmen zur Gesundheitsförderung in Gemeinden, Schulen und am Arbeitsplatz berücksichtigt wird“, sagte Ko-Autor und Neurologe Stefan Seidel von der MedUni Wien. Das sei nicht abhängig vom Lebensalter. User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum.

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Meduni Wien Stefan Seidel

 

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