Die Huawei Watch D3 kombiniert eine Smartwatch mit einer medizinisch zertifizierten Blutdruckmessfunktion. Das Armband dient als Manschette und ermöglicht Messungen auf Knopfdruck. Zudem überwacht die Uhr Herzfrequenz, Schlaf und weitere Gesundheitswerte. Mit einem Preis von 449 Euro inklusive Kopfhörern richtet sie sich vor allem an Nutzer, die zuverlässige Blutdruckkontrolle und klassische Smartwatch-Funktionen in einem Gerät suchen. Die Messung erfordert eine genaue Positionierung des linken Arms auf Herzhöhe.
Huawei packt ein medizinisch zertifiziertes Blutdruckmessgerät in eine Smartwatch. Die neue Huawei Watch D3 ist auch für Radfahrer interessant, die sie über die Wattleistung informiert.
Die Smartwatch, die sich Bekannter B. gerade gekauft hat, ist eine eierlegende Wollmilchsau. Sie misst nicht nur die Herzfrequenz, macht ein EKG, überwacht den Schlaf – sie kontrolliert auch den Blutdruck und zeigt auf Knopfdruck die Zuckerwerte an. Und das Beste: Sie hat bei Temu nur 70 Euro gekostet. Wir mussten B. in seiner Euphorie ein wenig bremsen.
Eine Uhr, die nicht invasiv Zuckerwerte messen kann, wäre eine Weltsensation. Apple und Samsung arbeiten intensiv daran, haben aber noch keine vermarktbare Lösung gefunden. Und den Blutdruck können zwar Samsung-Uhren nach einer Kalibrierung messen, aber nur eine Huawei-Uhr hat eine eingebaute Manschette, die spontan eine Messung zulässt. Der einzige Wert, auf den man bei der Temu-Uhr vertrauen kann, ist vermutlich die Uhrzeit.
Damit sind wir bei der neuen Huawei Watch D3 , die nicht viel anders aussieht, als eine etwas dickere Smartwatch. Wie eine Apple oder Samsung Ultra etwa. Dass das 25,5 Millimeter breite Armband zugleich eine Blutdruckmanschette ist, vermutet man nicht.
Als die Chinesen 2021 ihre erste Blutdruck-Uhr Watch D auf den Markt brachten, erinnerte die noch mehr an ein Handgelenks-Blutdruckmessgerät, als an eine Smartwatch. Sie war klobig, dick, die Manschette war groß. Sehr elegant sah sie nicht aus und sie war nur bedingt alltagstauglich. Die Watch D2 machte optisch schon deutliche Fortschritte.
Sie sah schon mehr nach Uhr als nach Messgerät aus. Die dritte Version, die Watch D3, ist nun noch einmal kleiner und leichter geworden. Bei der Messung des Blutdrucks muss man sich recht exakt an die Vorgaben halten. Man winkelt die linke Hand ab und hält sie auf Höhe des Herzens auf die rechte Seite der Brust.
Ruhig sein, nicht reden – und nach 30, 40 Sekunden sieht man seinen aktuellen Blutdruck. Das sieht in der Öffentlichkeit etwas seltsam aus, aber immer noch besser als die Alternative. Sonst müsste man nämlich ein Blutdruckmessgerät auspacken, um spontan zu messen. Dass der Wert keine Schätzung ist, sondern wirklich ziemlich genau stimmt, haben wir mit einem Oberarm-Messgerät kontrolliert.
Geringe, nicht wirklich relevante Abweichungen muss man hinnehmen. Statt 123/82 zeigte die Uhr beispielsweise 126/83 an. Was die Uhr wirklich interessant macht, ist die Möglichkeit, den Blutdruck bei Belastung zu messen. Das ist neuartig.
Man kann also etwa beim Radfahren eine Pause machen und sich anzeigen lassen, wie sehr das Training den Blutdruck beeinflusst hat. Oder man macht eine Langzeitmessung über 24 Stunden, dann misst die Uhr automatisch im Schlaf den Blutdruck. Zur Möglichkeit, den Blutdruck zu messen, kommen noch alle anderen Funktionen einer Smartwatch.
Das beginnt bei einer Weckerfunktion, geht über die eingebaute Taschenlampe und reicht bis zum EKG, Schlaftracking mit einer detaillierten Auswertung samt Ermittlung von Normalwerten und der Ermittlung von sieben Gesundheitswerten. Was uns, wie beim Schwesternmodell Huawei GT6 Pro, besonders beeindruckt hat, ist die Möglichkeit der Watch D3, beim Radfahren nicht nur die Trittfrequenz, sondern auch die Leistung zu messen.
Die virtuell ermittelte Wattzahl stimmt recht gut mit dem Wert überein, den wir zu Testzwecken mit einem Elektrobike ermittelt haben.
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