Experten warnen vor den spezifischen Herbstgefahren für Autofahrer, darunter blendende Tiefstehsunne, vermehrte Aktivität von Wild in der Dämmerung und beginnende Glätte durch Nebel und Frost. Wichtige Tipps zur Sicherheit im Straßenverkehr bei veränderten Licht- und Wetterbedingungen.
Der Herbst bringt für Autofahrer einige für die Jahreszeit typische Gefahren mit sich. Experten sagen, was Lenker nun bedenken müssen. , doch der Herbst kündigt sich an: Kürzere Tage, tief stehende Sonne, Nebel und erster Frost verändern die Bedingungen auf den Straßen oft innerhalb weniger Stunden.
Experten derIm Oktober und November werden die Tage deutlich kürzer, und der Berufsverkehr rückt immer mehr in die Dämmerung und Dunkelheit. Gleichzeitig verliert die Sonne an Kraft, die Nächte werden länger und kälter. Diese Kombination bringt gleich mehrere Gefahren mit sich: Weil die Sonne im Herbst später auf- und früher untergeht, fällt der Arbeitsweg häufig genau in die Zeit, in der sie knapp über dem Horizont steht.
Fährt man direkt in Richtung Sonne, kann die Sicht schlagartig auf wenige Meter sinken, im Extremfall schlechter als bei dichtem Nebel. Besonders tückisch ist das auf nassen Fahrbahnen, die das Licht zusätzlich spiegeln. : Windschutzscheibe innen und außen sauber halten , Sonnenbrille griffbereit haben und bei Blendung sofort das Tempo reduzieren. In der Dämmerung sind Rehe, Hirsche und Wildschweine besonders aktiv, und genau diese Zeit fällt im Herbst mit dem Pendelverkehr zusammen.
Jahr für Jahr sterben in Österreich tausende Wildtiere im Straßenverkehr. Aber auch ein Unfall kann für Autofahrer gefährich werden. Gefahrenstellen sind mit Warnschildern gekennzeichnet, doch Wild kann überall auftauchen, vor allem an Wald- und Feldrändern. : Tempo drosseln und bremsbereit bleiben.
Taucht ein Tier auf: abblenden, hupen, kontrolliert bremsen und nicht ausweichen. Ein Ausweichmanöver endet oft im Gegenverkehr oder im Straßengraben und ist meist gefährlicher als die Kollision selbst. Ein Tier kommt selten allein: Wo eines die Straße quert, folgen oft weitere. Ein Wildunfall muss in Österreich gemeldet werden.
Mit den längeren, klaren Nächten kühlt die bodennahe Luft stark ab. Kondensiert die Feuchtigkeit, entsteht Nebel, besonders bei ruhigem Hochdruckwetter. Typische Nebelregionen sind der Donauraum, das Alpenvorland, das Klagenfurter und Grazer Becken, der Bodenseeraum. Die Sichtweite kann innerhalb weniger hundert Meter von gut auf unter 50 Meter fallen.
: Abblendlicht einschalten, Tempo an die Sichtweite anpassen und großen Sicherheitsabstand halten. Die Nebelschlussleuchte ist nur bei Sichtweiten unter 50 Metern erlaubt, weil sie sonst nachfolgende Fahrer blendet. Nach windigen Tagen oder den ersten kalten Nächten sind viele Straßen mit Blättern bedeckt. In Kombination mit Regen oder Tau wird das Laub zur Rutschfalle mit ähnlich schlechter Haftung wie auf Schneematsch.
Hinzu kommt: Im Herbst trocknen Fahrbahnen nach Regen nur noch langsam ab, weil die Sonne kaum noch Kraft hat. Laub bleibt dadurch oft tagelang feucht. Verbreiteter Frost ist zwar eher ein Thema für den Spätherbst, in Tal- und Beckenlagen kann es aber schon im Oktober Bodenfrost geben. Besonders heikel sind klare Nächte nach einem Regentag: Die Restnässe auf der Fahrbahn gefriert, oder es bildet sich Reif.
Brücken frieren zuerst, weil sie von oben und unten auskühlen, ebenso schattige Waldstücke. Die Straße kann dort glatt sein, obwohl sie wenige hundert Meter davor noch problemlos befahrbar war. : Rechtzeitig auf Winterreifen wechseln. In Österreich gilt von 1.
November bis 15. April die situative Winterreifenpflicht. Auch an Scheibenfrostschutz und einen Eiskratzer denken. Im Herbst ändern sich die Straßenverhältnisse oft kleinräumig und rasch.
Wer vor der Fahrt einen Blick auf Wetterbericht und aktuelle Warnungen wirft, etwas mehr Zeit einplant und das Tempo den Bedingungen anpasst, kommt sicher durch die dunkle Jahreszeit.
Herbst Autofahren Sicherheit Verkehr Blende
Österreich Neuesten Nachrichten, Österreich Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Oktoberfest-Bedienungen: Verdienst, Kosten und Arbeitsbedingungen im VergleichEin Blick auf die wirtschaftliche Realität von Kellnern und Kellnerinnen während der Wiesn: Trotz Provisionen und Trinkgeldern können hohe Lebenshaltungskosten und lange Schichten den Nettogewinn schmälern.
Weiterlesen »
Stier attackiert Landwirt und Cousine in Achenkirch - Notfall und UntersuchungenEin Stier greift am Samstagmorgen auf einem Bauernhof in Achenkirch einen 44-Jährigen und seine 68-jährige Cousine an. Beide mussten mit medizinischem Hubschrauber ins Spital gebracht werden. Ermittlungen zur Ursache der Attacke laufen.
Weiterlesen »
Smartbrillen mit Kamera und KI: Datenschutzrisiken und ChancenSmartbrillen mit Kamera, Mikrofon und KI dringen auf den Markt. Forscher der FH Wiener Neustadt warnen vor Datenschutzrisiken und unerkennbaren Aufnahmen.
Weiterlesen »
Hochdruckwetter mit spätsommerlicher Wärme in MitteleuropaBis weit in die neue Woche hinein bestimmt ein Hochdruckgebiet das Wetter in weiten Teilen Mitteleuropas, wobei es meist sonnig und mit Temperaturen von 20 bis 25 Grad ungewöhnlich warm bleibt. Eine Kaltfront bringt frühestens am Wochenende etwas Abwechslung.
Weiterlesen »
Gesundheit und Pensionen: Disziplin, Solidarität und finanzielle AbsicherungDer Kommentar behandelt zwei gesellschaftliche Herausforderungen: ein gesundheitsbewussteres Ernährungsverhalten ohne Hungergefühl sowie die faire Finanzierung des österreichischen Pensionssystems. Er betont, dass soziale Leistungen aus regulären Beiträgen finanziert werden und dass sichere Pensionen sowie ein höheres faktisches Pensionsantrittsalter unterschiedliche Interessen und Risiken berühren.
Weiterlesen »
Farbrausch und Stahlarchitektur: Paola Lentis Inszenierung in ZöfingIn der Werkhalle Kramer in Zöfing treffen sich Natur und Kunst, kühle Stahlarchitektur und Nitschs „Walküre“. Eine kleine Führung durch Raum und Design.
Weiterlesen »
