In einem Werbespot behauptete die ARGE Heumilch, dass Heumilchtrinken zum Klimaschutz beitrage. Das grüne Werbeversprechen stellte sich als irreführend heraus. Konsequenzen gibt es dafür keine. Die EU will Greenwashing künftig ein Ende setzen.
Saftige Wiesen, glückliche Kühe und eine ordentliche Portion Greenwashing. In einem Werbespot behauptet die Arbeitsgemeinschaft Heumilch aktuell: „Die traditionelle Heuwirtschaft schützt wertvolle Böden. Und die speichern sogar mehr CO2 als der Wald. Wer das Klima schützen will, muss also nicht unbedingt einen Baum pflanzen – Heumilch trinken hilft auch.
Binden Grünlandböden wirklich mehr CO2 als ein Wald? Einfache Antwort: Nein. Selbst im zwei Absätze kurzen, von der ARGE offengelegten Abschnitt der Studie, der diesen Aspekt behandelt, sei laut VKI „klar ersichtlich, dass es nicht um den Vergleich mit dem Wald per se geht, sondern um den Vergleich mit Waldböden“. Der ganze Wald inklusive Bäume würde selbstverständlich deutlich mehr CO2 als Weiden binden.
Kritik an der Heumilch-Werbung setzte es auch schon vom Österreichischen Werberat . Im Dezember 2022 forderte der Rat die ARGE Heumilch auf, in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen sensibler vorzugehen.
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