Das 115. Maily des Autors ist auch eines seiner kürzesten (sorry!). Er wird jetzt noch ein paar Wochen Resturlaub abbauen und danach in Pension gehen.
Der Autor in seinem Off-Home-Office beim Verfassen seines vorerst letzten Maily verfasst, was dem Konzept Urlaub komplett zuwiderläuft.
Ich weiß das schon und bilde mir auch nichts darauf ein, im Urlaub Lohnarbeit zu verrichten, ganz in Gegenteil. Ich war schon immer schlecht im Urlauben, weswegen ich die erste Urlaubswoche zumeist damit zugebracht habe, Dinge abzuarbeiten, die erledigt sein wollen,man in den Urlaub fährt.
Also bossle ich noch im Zug an irgendwelchen Artikeln, anstatt Reiseführer zu studieren und treffen schlecht vorbereitet am Urlaubsort ein, laufe plan- und ziellos durch die Straßen und taumle in Gaststätten, in denen der Posten des Sous-chef mit frisch aus der Haft entlassenen Handtaschenräubern besetzt wurde. Das soll, das wird, das muss sich jetzt alles ändern. Pension, das ist wohl so etwas wie der Neujahrsvorsatz für den Rest des Lebens.
Man wird jetzt endlich mehr Sport betreiben, weniger Fleisch essen, eine Fremdsprache, ein Instrument, ein komplexeres Kartenspiel als Uno oder Rummy erlernen – oder neuer SPÖ-Parteichef werden, warum denn nicht? Wer schließlichWer seine sieben Zwetschken beinand hat, ahnt natürlich, dass das Quatsch, Hirngespinst, Selbstbetrug ist. Das liegt auch daran, dass viele Menschen, vor allem solche, deren biologisches Geschlecht durch ein XY-Chromosom bestimmt wird, kein Talent zum Aufhören haben.
Die Vorstellung, dass sich die Welt auch weiterdrehen könnte, würden sie tatsächlich aufhören, jagt ihnen eiskalte Schauer über den Silberrücken. Andererseits ist es natürlich beeindruckend und tröstlich, wenn Herbert Blomstedt, 99, noch immer den Taktstock, nun ja, „schwingt" und, 85, sich auf seiner Never Ending Tour durchs längst unüberblickbar gewordene Repertoire krächzt: „The only thing I knew how to do / Was to keep on keeping on / Like a bird that flew / Tangled up in blue.
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Dafür wollte ich mich an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich bedanken. Aber jetzt erst einmal: Sendepause. Ich wünsche mir einen schönen Urlaub und allen Leser:innen einen prächtigen Herbst Diese Texte haben vergangene Woche auf unserer Website die meisten Leserinnen und Leser interessiert:Günther Paal, der nun wegen Kindesmissbrauchs angeklagt und zuvor erpresst wurde.
Der Bürgermeister der Stadt am Traunsee versprach Wohnungen und ein Hotel. Jetzt will der Immo-Konzern Soravia stattdessen sündteure Ferienappartements in Premium-Lage bauen, berichten Nina Horaczek und Matthias Winterer. Bis zu 502 km Reichweite und ab 18 Minuten von 30 % auf 80 % laden: Der BYD SEALION 7 bringt dich schon ab € 42.990,– zügig weiter. Bis zu 1.769 Liter Stauraum bieten Platz fürs Leben, während über 30 serienmäßige Assistenz-, Sicherheits- und Komfortsysteme bei jeder Fahrt mitdenken..
Er enthält circa 90 der circa besten Kolumnen aus circa den letzten zehn Jahren und einige definitiv fabulöse extra Features: Zeichnungen von Tex Rubinowitz und Vorworte von Elfriede Jelinek und Gerhard Stöger.
„John Cheever weiß mehr als der Papst", hat Peter Handke mal gesagt. Wo wer recht hat, hat er recht. Cheever hat phantastische Romane und Erzählungen verfasst, von all seinen Werken ist aber nur die Kurzgeschichteverfilmt worden – immerhin mit Burt Lancaster in der Hauptrolle des Ned Merrill, der beschließt, durch die Pools seiner Westchester-Nachbarschaft nach Hause zu schwimmen. Michael Omasta hat den Film völlig zu Recht als „weithin vergessenes Meisterwerk"
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